Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 20. Juli 2004

Schrangen wird schöner

Stadt und Karstadt präsentierten Übergangslösung - Gastronomie auf Podesten

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Ende Juli sollen Gäste bereits bei Kaffee und Kuchen den Blick auf die Marienkirche genießen können. ; Fotos: N. Neubauer

Der Platz liegt mitten in der Lübecker Altstadt, am Fuße der Marienkirche und dem Kanzleigebäude und dennoch lädt der Schrangen nicht zum Verweilen ein. Passanten eilen über die gut 2000 Quadratmeter große Fläche, kaum einer nimmt die historischen Bauten wahr. Das soll jetzt anders werden. Am vergangenen Dienstag präsentierten Bausenator Franz-Peter Boden (SPD), Antonius Jeiler vom Bereich Stadtplanung, Michael Noss und Michael Kitzhöfer, beide von Karstadt, eine Maßnahme, mit der der zentrale Platz attraktiver werden soll. In Zusammenarbeit mit der Hansestadt Lübeck errichtet Karstadt auf dem unteren Bereich des Schrangens, zur Königstraße hin, zwei mit einem Treppchen verbundene Podeste, einen Pavillon sowie zahlreiche Pflanzkisten.

"Dies ist eine weitere Maßnahme zur Belebung der Innenstadt", sagte Franz-Peter Boden. Er freue sich, daß mit ihr der Stein ins Rollen gebracht werde und der Schrangen nun schöner werde. Karstadt sei auf seinen Fachbereich zugekommen, schnell sei man sich einig geworden. "Ein gelungenes Joint Venture", nannte der Bausenator die Zusammenarbeit.

Karstadt hat bereits in der vergangenen Woche mit ersten Arbeiten für die gastronomische Anlage begonnen. Noch Ende Juli, so kündigte Kitzhöfer an, wolle man den Betrieb des Cafés beziehungsweise des Restaurants aufnehmen. Dann sollen 70 Personen auf den beiden Podesten mit einer Gesamtfläche von rund 200 Quadratmetern Platz finden und bei Kaffee und Kuchen den Blick auf die Marienkirche genießen. Ausgestattet wird der Bereich mit Aluminiummöbeln und mit blauen Sonnenschirmen. Was sich Karstadt diese Maßnahme kosten läßt, wollte Kitzhöfer nicht verraten. "Eine ansehnliche Summe", hieß es.

Der Beitrag der Hansestadt Lübeck jedenfalls ist überschaubar:Sie stellt Granitplatten zur Verfügung - leihweise, denn die Maßnahme ist nur eine Übergangslösung. "Wir testen, wie das angenommen wird. Die Erkenntnisse nutzen wir für die Neugestaltung des Schrangens", kündigte Bausenator Boden an. Diese plant er für 2005 oder 2006 - sobald die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stünden.

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