Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 22. November 2017

Ausgabe vom 10. August 2004

Keine Langeweile in den Ferien

Gesucht: Jugendliche sollen den 33. Ferienpaß 2005 in Projektarbeit konzipieren

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Mit zahlreichen Veranstaltungen lockte die Röhre: Rebecca Scharnberg (10) bastelte eine Marionetten-Hexe (gr. Foto) während die Kinder Spaß beim "Tücherklau"hatten (oben). In Laubsägearbeit stellte Niklas Schläfke (11) eine Schwebebiene her (Mitte). Wer sein Fahrrad auf Vordermann bringen wollte, nutzte, wie Dennis Prüßmann (12), das Angebot von Leihcycle. Tatkräftige Unterstützung und Tips bei der Reparatur gab es von Oliver Pingel; Fotos: N. Dorel

Gummistiefel statt Flip Flops, Friesennerz statt Badehose - und das fast jeden Tag in der für Schüler schönsten Zeit des Jahres: den Sommerferien! Doch obwohl Strand- und Badespaß in den vergangenen Wochen eher selten waren, Langeweile hatte Lübecks Jugend nicht. Rund 550 Einzelangebote organisierte der Bereich Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit 102 Veranstaltern im Rahmen des Ferienpasses für Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren. "Über 1000 Kinder haben sich allein bei uns für eine oder mehrere der 140 Veranstaltungen, die wir abwickeln, angemeldet", zieht Helga Martens vom Bereich Jugendarbeit eine erste positive Bilanz. Wieviele Jugendliche die zahlreichen Angebote insgesamt nutzten, steht erst fest, wenn alle Veranstalter ihre Teilnehmerzahlen gemeldet haben.

Steigende Nachfrage

Erst im vergangenen Jahr hatte der Bereich die Verteilung des Ferienpasses umgestellt. Seitdem müssen sich Interessierte das Angebotsheft in den verschiedenen Ausgabestellen abholen. Früher wurden die Pässe in den Schulen verteilt. "Jetzt können wir den Ferienpaß gezielt ausgeben - beispielsweise in Kinder- und Jugendeinrichtungen, Nachbarschaftsbüros und Stadtteilzentren", erklärt Helga Martens. In den Schulen habe der Ferienpaß oftmals nicht die gewünschte Beachtung bekommen. Und entgegen allen Unkenrufe zum Trotz, die das neue System verurteilten, die Nachfrage ist sogar gestiegen. "Wir haben in diesem Jahr über zweihundert Pässe mehr als im vergangenen Jahr ausgegeben", so Martens. "Für das nächste Jahr streben wir an, den Bekanntheitsgrad weiter zu steigern, um noch mehr Lübecker Jugendliche für den Ferienpaß zu begeistern."

Spiel und Spaß, Musik, Theater, Tanz oder Medien und Technik - in über einem Dutzend Rubriken standen Angebote zur Wahl. Hinzu kamen zahlreiche Ermäßigungen, beispielsweise für Kino- und Museumsbesuche oder Ausflugsziele wie der Hansa Park. Ganz oben auf der "Hitliste" standen in diesem Jahr bei den Veranstaltungen des Bereichs Jugendarbeit die Angebote Tauchsport, Klettern, mit dem Förster auf Erlebnistour, rund um den Bauernhof sowie Reiten, Eisenbahnfahren und Schnupperfliegen.

Leider mußten aufgrund der gewaltigen Nachfrage wieder viele Absagen erteilt werden. "Umso erfreulicher, wenn Veranstalter spontan Zusatztermine anbieten", sagt Martens. So hat beispielsweise die Sparkasse zu Lübeck für die Rallye durch ihr Haus zwei und für das Quiz einen weiteren Termin angeboten, die alle ausgebucht waren.

Ferienpaß mitgestalten

Doch kaum sind die Sommerferien für dieses Jahr zu Ende, plant der Bereich schon für das Jahr 2005. "Wir suchen Jugendliche von sechs bis 18 Jahren, die im Rahmen einer Projektarbeit ab Oktober mit uns den 33. Ferienpaß organisieren,"erklärt Martens. Wer Interesse hat, an der neuen Ausgabe 2005 mitzuarbeiten, kann sich telefonisch unter der Rufnummer (0451) 122 51 68 oder per E-Mail melden bei helga.martens@luebeck.de

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