Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 12. Oktober 2004

Das Projekt Kanzleigebäude

Bauarbeiten beginnen nächstes Jahr - Ziel: Belebung der Innenstadt

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So soll das Kanzleigebäude nach dem Umbau aussehen; Grafik: KWL/Guttenberg

Nach vielen Diskussionen und langem Hin und Her ist es nun Schwarz auf Weiß beschlossen: Ab Anfang nächsten Jahres beginnen die Bauarbeiten an dem Kanzleigebäude.

In dem historischen Gebäude finden Lübecker und Gäste der Hansestadt - wenn alles planmäßig läuft - ab Frühjahr 2006 die Flaniermeile, Gastronomie und einen Bürokomplex. "Es werden sich im unteren Bereich zwei Textilgeschäfte unterschiedlicher Ausrichtung einmieten, ein `Lübeck-Laden' mit niveauvollen Souvenirs, die Lübeck und deren Geschichte verkörpern, ein Teeladen und eine Theke mit Kaffee und Kuchen", erklärt Ulf Hahn, kaufmännischer Leiter der KWL GmbH.

Zu dem Gastronomiebereich in der oberen Etage würden sich die Büroräume gesellen, "die hervorragend für Rechtsanwälte oder Selbstständige geeignet sind", ergänzt Hahn. Und: Die Mietverträge lägen zum Abschluss bereit vor, es gäbe feste Mietinteressenten, unter ihnen viele Existenzgründer. Die Verkaufsflächen sind relativ gering gehalten: Zwischen 12 und 45 qm. Die Mieten der Geschäfte pro Quadratmeter befinden sich im "oberen zweistelligen Bereich". Die aber in der 1A-Lage - Breite Straße - gern gezahlt würden. Zu diversen Finanzierungs-Kritiken sagt Hahn: "Kritik ist wichtig und richtig. Doch wir können versichern, dass unter gleichbleibenden Bedingungen die eingesetzten Mittel innerhalb von 15 Jahren erwirtschaftet werden".

Das Problem Dachstuhl-Sanierung, dass sich erst während den Planungen offenbarte, nimmt ein Achtel der Gesamtfinanzierung, die sich auf fast 2,2 Millionen Euro beläuft, in Anspruch. "Lieber jetzt den Dachstuhl und die tragenden Elemente mit sanieren, als ihn in fünf Jahren noch kostenaufwändiger zu erneuern", meint Hahn zu diesem Kritikpunkt.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses der Hansestadt Lübeck Peter Sünnenwold (CDU) begrüßt das Projekt: "Lübeck muss belebt werden, und das geht nur durch Konkurrenz und nicht durch die Alleinherrschaft der Filialen in der Innenstadt".

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