Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. April 2019

Ausgabe vom 19. Mai 1998

Eine gut gemischte Saison

Theater Lübeck: der neue Spielplan - Wieder 16 Premieren in der Saison 1998/99

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Szene aus "Hoffmanns Erzählungen": Wiederaufnahme in der nächsten Saison; Foto: Theater Lübeck

Nachdem es in den vergangenen Wochen noch einige kleinere Veränderungen gegeben hat, steht nun der neue Spielplan des Theater Lübeck fest. Auch in der Spielzeit 1998/99 gibt es wieder 16 Premieren.

Es ist die letzte Saison, die General-intendant Dietrich von Oertzen verantwortet:Er geht im Sommer 1999 in den Ruhestand und übergibt die Leitung dann einem Nachfolger. Dieser wird noch in diesem Frühjahr gewählt, soll er sich doch rechtzeitig auf die neuen Verhältnisse einstellen können und Kontinuität gewährleisten.

Von den 16 Premieren sind je acht im Musiktheater und im Schauspiel avisiert. Im Opernbereich bringt Generalmusikdirektor Erich Wächter - es wird seine zehnte Saison in der Hansestadt - natürlich seine Erfahrung und folglich sein Votum mit ein. Er muß angesichts des kleinen Sänger-Ensembles berücksichtigen, daß die Werke keine große Besetzung erfordern.

Eine moderne Oper dabei

Das große Dreigestirn Mozart, Wagner und Verdi ist mit je einer Neuin- szenierung vertreten:"Die Entführung aus dem Serail", "Der fliegende Holländer" und "Falstaff". Auch Donizettis "Lucia di Lammermoor" gehört zu den internationalen Opernhits. Neu sind weiterhin "Die Liebe zu den drei Orangen" von Prokofieff - sie wird auch die Saison eröffnen - und "La damnation de Faust" von Berlioz als konzertante Vorstellung mit großem Choraufgebot.

Hinzu kommen das bekannte Musical "Anatevka" sowie mit "Greek" eine moderne Studio-Oper, aufgeführt in den Kammerspielen und in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule.

Wiederaufgenommen werden Puccinis "Madame Butterfly" und das Musical "Kiss me Kate" - beide haben noch in dieser Spielzeit Premiere - und "Hoffmanns Erzählungen", "La Traviata", "Figaros Hochzeit", "Hänsel und Gretel" und als Operette "Die Fledermaus".

Im Schauspiel wird Schnitzlers "Reigen" (Premiere am 12. Juni) übernommen, ebenso der gegenwärtige Hit "Piaf". Mit Ausnahme von Shakespeares Komödie "Wie es euch gefällt" (im Großen Haus) widmet sich das Sprechtheater in den Kammerspielen einerseits wichtigen Werken des 20. Jahrhunderts:

Auch Gegenwartsdramatik

"Lulu" von Wedekind, "Glaube, Liebe, Hoffnung" von Horváth, "Geschlossene Gesellschaft" von Sartre und "Biografie:Ein Spiel" von Frisch. Zum anderen wird Gegenwartsdramatik geboten mit "Der Elefantenmensch" von Pomerance - zum Saisonstart am 19. September -, dem Kult-Stück "The Black Rider", "Fette Männer im Rock" von Silver und Griffins "Die Jungens von nebenan".

Welches Kinderstück in der Weihnachtszeit gegeben wird, steht bisher noch nicht fest. Das Abonnementsbüro nimmt Vorbestellungen entgegen.GüZ

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