Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. April 2019

Ausgabe vom 09. November 2004

Die Herrentunnel-Maut ist viel zu hoch

CDU

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Autor: Christopher Lötsch

V.i.S.d.P.: Klaus Puschaddel

Für den Herrentunnel sollen nun fast 50 Prozent mehr an Maut, als die ursprünglich geplanten 0,51 Cent erhoben werden. Dies verkündete die Herrentunnel Lübeck GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft hat den Mautantrag beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in Bonn eingereicht. Es wurde ein Pkw-Tarif bei automatischer Gebührenerhebung von 75 Cent pro Durchfahrt beantragt, wer ohne Rabattierung durch den Tunnel fährt, zahlt sogar 0,90 Cent. Vor zwei Jahren wurde durch die Bundesregierung vorgegeben, dass beim Mautberechnungsverfahren die Grundsätze des Gebührenrechts zwingend anzuwenden sind. Dies alleine führte schon zu einem Plus von etwa 10 Cent. Hierfür ist die Bundesregierung verantwortlich. Sie ist jetzt aufgefordert, dies wieder zu ändern. Bei allem Respekt für zusätzliche Verbesserungen der Tunnelsicherheit und den zusätzliche Schallschutz: Diese zusätzlichen Veränderungen und die Anpassung der Preissteigerungen der Jahre 1998 bis 2005 haben die Maut in die Höhe schießen lassen. Eine Belastung für die Bürger, die kaum zu tragen ist und schnell zu einem Anti-Maut-Effekt führen kann. Dies, zumal die Nordtangente in absehbarer Zeit fertiggestellt wird. Für mich ist es unverständlich, dass selbst aus den eigenen Reihen die Durchfahrtkosten für vertretbar gehalten werden. Der Bausenator ist nun gefordert, genau zu prüfen, welche Mehrkosten gebührenrelevant sind. Bund und Land sind nun aufgefordert, sich etwas einfallen zu lassen, um die enormen Durchfahrkosten abzufedern. Sonst gibt es ein ähnliches Desaster, wie beim Warnow-Tunnel, der sich bisher nicht rentiert. Dies könnte das Ende von allen Maut-Projekten in Deutschland sein. Die CDU-Fraktion setzt sich auch weiterhin für die Senkung der Maut ein!

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