Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 24. April 2019

Ausgabe vom 16. November 2004

Staatspräsident zu Gast in Lübeck

Ungarns Oberhaupt feierlich empfangen - Verbundenheit mit der Hansestadt

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V. l.: Bürgermeister Bernd Saxe, Ministerpräsidentin Heide Simonis, Ferenc Mádl und Stadtpräsident Peter Sünnenwold genießen ein Gläschen Rotspon ; Fotos : M. S. Niemann

Aufsehen erregte vergangenen Mittwoch die Ankunft des ungarischen Staatspräsidenten vor dem Rathaus: Mit einer Polizeieskorte wurde das Landesoberhaupt staatsmännisch zum Empfang im Audienzsaal gefahren, um dort von Ministerpräsidentin Heide Simonis, Bürgermeister Bernd Saxe und Stadtpräsident Peter Sünnenwold sowie der kleinen Ungarin Sophia Nagy begrüßt zu werden.

Ferénc Madl bedankte sich in seiner Ansprache (in akzentfreiem Deutsch) im Audienzsaal für die freundliche Aufnahme, machte die Verbundenheit Ungarns mit Deutschland deutlich und dankte in diesem Zuge für die deutsche Unterstützung der vergangenen Jahre. "Ich bin mit großem Interesse nach Lübeck gekommen, ich bin neugierig auf die Stadt und die Kultur", so Madl. Anschließend trug er sich unter den stolzen Augen seiner Gastgeber in's Goldene Buch Lübecks ein. Danach ging es nach St. Marien, wo sich Ferénc Madl von Propst Ralf Meister die Kirche und natürlich auch die zerbrochenen Glocken zeigen ließ. Im Buddenbrookhaus sah er sich interessiert die Ausstellung an - als Fan der `Buddenbrooks' ein Muss.

Bei dem anschließenden gemeinsamen holsteinischen Essen in der Schiffergesellschaft würdigte Heide Simonis den Beitrag Ungarns bei der friedlichen Aufhebung der Trennung zwischen Ost und West. "Viele Menschen in Schleswig-Holstein sind glücklich darüber, dass die Teilung des Kontinents ohne großes Blutvergießen überwunden wurde", sagte die Ministerpräsidentin. Gleichzeitig lobte sie Ungarns Vorbereitungen und große Anstrengungen und zum Beitritt zur Europäischen Union. In Deutschland könne man sich an Ungarns Unverzagtheit ein Beispiel nehmen, so die Ministerpräsidentin.

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