Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 20. Mai 2019

Ausgabe vom 21. Dezember 2004

Der Norden wächst zusammen

Freude über neues Teilstück der A 20 bei Politkern, Unternehmen und Anwohnern

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Eine Unterschrift aufs durchschnittene Band: v. li. Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Harald Ringstorff, Bernd Saxe, Staatssekretärin Angelika Mertens, Wirtschaftsminister M-V, Otto Ebnet, und Ministerpräsidentin Heide Simonis; Foto: msn

Endlich ist es geschafft: Nach jahrelanger Bauzeit "wächst zusammen, was zusammen gehört", wie Bürgermeister Saxe Willy Brandt treffend zur feierlichen Eröffnung des A 20-Teilstückes zwischen Lübeck-Genin und Schönberg zitierte.

Als einen historischen Tag bezeichnete auch Schlewig-Holsteins Ministerin Heide Simonis den 14. Dezember 2004: "Alle Norddeutschen profitieren von dem Lückenschluss, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wachsen zusammen und Unternehmen beider Länder bieten sich neue Chancen".

Ein "symbolträchtiges Teilstück" nannte Dr. Harald Ringstorff, Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommern, den rund 25 Kilometer langen Abschnitt. "Jetzt sind 270 von 325 A 20-Kilometer geschafft, also 85 Prozent", so Ringstorff. Im nächsten Jahr gebe es dann freie Fahrt von Lübeck bis Stettin.

Und nicht nur die Wirtschaft wird von der neuen Autobahn profitieren, vor allem auch die Lübecker und ihre Nachbarn. Die Zufahrt zur A 20-Auffahrt Schönberg wird künftig entlastet, somit können Schlutuper und Selmsdorfer erleichtert aufatmen. Zudem wird Lübecks City bedeutend vom Verkehr entlastet.

Die A 20 Lübeck-Stettin, geplant im Jahr 1991, ist eines der sieben Projekte "Deutsche Einheit/Straße". Von den 325 Autobahnkilometern führen 27 Kilometer durch Brandenburg, 280 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern und 17 Kilometer durch Schleswig-Holstein.

"Es ist jetzt beispielsweise von Kiel nach Rostock ein Katzensprung, man ist ein bis zwei Stunden schneller am Ziel", zeigte sich Heide Simonis erfreut.

Für den schlecht-Wetter-verhinderten Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe schnitt Staatssekretärin Angelika Mertens das Band zur Freigabe des Teilstückes durch und genoss die anschließende Jungfernfahrt mit ihren Politikkollegen.

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