Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 26. April 2019

Ausgabe vom 25. Januar 2005

Ausstellung über Schauspieler als Naziopfer

Kulturhistoriker Ulrich Liebe stellte Ausstellungsstücke zusammen

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Auf die Vorführung des Dokumentarfilms Kurt Gerron Gefangen im Paradies³ mit anschließender Diskussion mit Marion Schmidt am Donnerstag, 27. Januar, Beginn 19.30 Uhr, wird besonders hingewiesen. Der Eintritt ist frei.; Foto: R. Bartsch

Das Lübecker Kulturforum Burgkloster, Hinter der Burg 2 - 6, zeigt vom 16. Januar bis 20. Februar 2005 die Sonderausstellung "verehrt, verfolgt, vergessen. Schauspieler als Naziopfer". Die Ausstellung beschäftigt sich mit denjenigen Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich mit dem so genannten Dritten Reich nicht arrangieren konnten oder wollten. Das ausgestellte Material wie Fotos, Dokumente und Gegenstände aus dem Besitz der Protagonisten, veranschaulicht die Lebensläufe und Karrieren von fast 50 Künstlern, die während der zwölfjährigen Diktatur ums Leben gebracht wurden. Exemplarisch werden die Biografien von sieben Schauspielern ausführlich dargestellt, weitere 40 Biografien in Kurzform. Darunter sind Schauspieler, deren Namen heute nur noch Filmexperten kennen, während die Filme, in denen sie mitwirkten, fast jeder kennen dürfte: So spielte der 1944 in Auschwitz ermordete Kurt Gerron in Filmen wie "Der blaue Engel" , "Die Drei von der Tankstelle" und "Dolly macht Karriere" (alle von 1930). Selbst vor Darstellern, die zwar in Hollywood Erfolge feierten und mit Kollegen wie Heinrich George drehten, schreckten die Nazis nicht zurück und schickten sie ins KZ. Als so genannter Schutzhaftgefangener starb der gebürtige

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