Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 22. Februar 2005

Hinter Kulissen der Bürgerschaft geschaut

Fleißige Helfer garantieren das Gelingen der Sitzungen

3670303.jpg
V. l.: Petra Scharrenberg, Christiane Levermann, Anne Christine Eichhorst, Susanne Kasimir und Annabell Krawetzke bei der Arbeit; Foto: JW

Sie arbeiten den ganzen Monat, um die politischen Entscheidungen in Lübeck vorzubereiten: Susanne Kasimir, Petra Scharrenberg, Annabell Krawetzke und Horst Zimmermann erzählten uns, was man alles so organisieren, kopieren und protokollieren muss. Und was noch alles so dazu gehört, um den reibungslosen Verlauf der Sitzung der Bürgerschaft zu garantieren.

Das Team hinter den bekannten Politikern: Susanne Kasimir ist seit fünf Jahren Leiterin des Büros der Bürgerschaft. Petra Scharrenberg führt das Protokoll während der Bürgerschaft. Sie ist seit 2,5 Jahren dabei. Annabell Krawetzke kontrolliert seit sieben Monaten vor und während der Tagung, sie kopiert neue Anträge der Fraktion die sie dann während der Sitzung austeilt. Horst Zimmermann sorgt als Leiter der Vervielfältigung seit vielen Jahren dafür, dass alle Unterlagen rechtzeitig vorliegen, damit die Damen sie verschicken können.

Ist die monatliche Sitzung der Bürgerschaft vorbei, geht es schon weiter: Die Sitzung des nächsten Monats muss vorbereitet werden. Dazu können die Fraktionen bis 15 Tage vor der nächsten Tagung Anträge einreichen. Das gleiche gilt für die Berichte der Verwaltung. Dabei dürfen auch die Lübecker Einwohner nicht vergessen werden. Sie können Fragen an die Bürgerschaft stellen. Jeder Einwohner der Hansestadt Lübeck, der das 14. Lebensjahr vollendet hat, hat das Recht Fragen an die Bürgerschaft zu stellen. Allerdings nur zu Themen, die auch in der Verantwortung der Kommunalpolitiker stehen.

Wenn alle Anträge und Vorlagen zusammen sind, müssen die den Entscheidern und dem Bürgermeister zugeleitet werden. Zu den 49 Bürgerschafts-Abgeordneten kommen noch die Senatoren, die Frationsbüros, der Seniorenbeirat, die Verwaltung und die Presse. 120 Mal müssen die rund 500 Blatt vervielfältigt werden. Macht 60.000 Seiten pro Sitzung. Im Jahr kommen so 500.000 Blatt Papier zusammen - beidseitig bedruckt macht das eine Million Seiten. Die Bürgerschaftsvorlagen werden übrigens auf rosa Papier gedruckt - nicht weil es so schöner ist, sondern dient der Unterscheidung. Denn dazu kommen noch die Unterlagen für die Ausschusssitzungen (blaues Papier) und die Dokumente des Senates (gelb).

Nach der Sitzung geht die Arbeit weiter: Das Büro der Bürgerschaft schreibt die Beschlüsse des Kommunalparlamentes zusammen und übergibt die Beschlüsse an den Bürgermeister. Der ist als Verwaltungsleiter für die Umsetzung zuständig. Er muss nicht alles alleine machen: Er verteilt die Beschlüsse auf die Senatoren. Ob die Beschlüsse des Parlaments umgesetzt werden, prüft dann wieder das Büro der Bürgerschaft.

Die Tagesordnung für die Sitzung der Bürgerschaft am 24. Februar ist ab sofort online unter www.buergerschaft.luebeck.de abrufbar. Sie ist etwas ganz besonderes. "So wenig Anträge hatten wir noch nie", bemerkt Susanne Kasimir.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de