Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 03. Mai 2005

Finnländerin sucht Ferien-Job

Anna-Maria aus Kotka möchte ihre Sprachkenntnisse ausbauen

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Anna-Maria Porka möchte in Deutschland arbeiten und gleichzeitig besser Deutsch lernen. ; Foto: privat

Die 22-jährige Finnländerin scheint ein Multi-Talent sein. Anna-Maria Porkka studiert Schwedisch, Deutsch und Pädagogik an der Universität Joensuu. Ihr Ziel ist es, im Jahr 2007 ihr Studium erfolgreich als Lehrerin abzuschließen.

Anna-Maria spricht neben Schwedisch, Englisch, Deutsch und - natürlich Finnisch. In ihrem jungen Leben hat die junge Frau, die in Lübecks Partnerstadt Kotka beheimatet ist, bereits in vielen Firmen (als Produktionspersonal, Raumpflegerin, Packerin, Verkäuferin) gearbeitet, außerdem Lehrer in der Oberstufe, gymnasialen Oberstufe und Fachschule vertreten.

"Nebenbei" lehrte sie zwei Mädchen das Klavierspielen.

Sie selbst sagt über sich: "Ich halte mich für eine freundliche und angenehme Person, die im Freien sich wohl fühlt. Ich bin sozial und fleißig und gewöhne mich leicht an neue Verhältnisse. Neue Praxis und Arbeitsweisen nehme ich schnell an erfülle meine Aufgaben schnell und zuverlässig. Und ich bin mir für keine Arbeit zu schade".

Anna-Maria hofft, mit ihrer ungewöhnlichen Bewerbung einen Ferien-Job (in Lübeck) zu finden. Sie sieht diese Zeit auch als Sprachpraktikum, das sie für ihr Studium braucht.

Ihre Universität würde im Falle eines Jobs ihre Reise nach Deutschland und zurück bezahlen. "Der beste Zeitraum für mich wäre vom 6. Juni bis 26. August", so Anna-Maria.

Wenn Sie Anna-Maria einen ernst gemeinten Ferien-Job anbieten möchten, melden Sie sich bitte per Telefon 0451/7020995 (Frau Niemann), per Fax: 0451/7062257 oder per Email: redaktion@luebeckerstadtzeitung.de. Nach Prüfung der Seriösität wird der Kontakt zu Anna-Maria hergestellt.msn

Hintergrund:

Die Städtepartnerschaft zwischen Lübeck und Kotka besteht bereits seit 1969. Im vergangenen Jahr konnte das 35-jährige Bestehen gefeiert werden. Die Partnerschaft lebt von den unterschiedlichsten Begegnungen, von kulturellen Events (Auftritt der Band Sea-Jorney aus Kotka bei der Eröffnungsgala der Nordischen Filmtage 2004) bis hin zu Mitarbeiter-Workshops, wie sie derzeit der Bereich Jugendarbeit durchführt.

"Stadt des Meeres" wird Kotka genannt oder "Seestadt": Sie wurde an der Stelle gegründet, wo der Kymijoki-Fluss dem finnischen Meerbusen begegnet. Allein 478 Quadratkilometer Meer tragen zur Gesamtfläche von 750 Quadratkilometern bei. Der Kymijoki - bedeutendster Lachsfluß in Südfinnland - ist als Grenze zwischen Schweden und Rußland, des westlichen und des östlichen Einflusses, in die Geschichte eingegangen.

So gibt es auch heute noch eine russisch-orthodoxe Gemeinde, ebenso wie eine schwedischsprachige Schule. Die Nähe zu St. Petersburg und die Wiederöffnung der russischen Grenze haben inzwischen viele ausländische Unternehmen nach Kotka gelockt.

Der Hafen hat heute die größte wirtschaftliche Bedeutung für die 56.000-Einwohner-Stadt. Die Ausläufer der Stadt verteilen sich übrigens auf mehrere Inseln - die als Ausflugsziel beliebte Schärenlandschaft - Kotkas Zentrum liegt auf der Insel Kotkansaari.

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