Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 17. Juni 2019

Ausgabe vom 12. Juli 2005

Verhüllung des Holstentores

Eine riesige Fotoplane schützt ab sofort das Wahrzeichen während der Sanierung

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Hinten v. l: Johannes Oldenburg (Fa. Oldenburg), Thomas Radbruch, Robert Meyknecht (Fa. Geoballooning) und Arne Poolgas (Fa. Layher). Vorn v. l.: Burkhard Schraeger (Deutsche Bank), Kultursenatorin Annette Borns, Bernd Saxe, Birgit Rücker (Deutsche Bank) und Thorsten Rodiek, Leiter der Museen für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck. Sie alle verfolgten gespannt die Verhüllung des Holstentores.; Foto: M. S. Niemann

Weithin sichtbar lockte die Verhüllung des Holstentores vergangenen Sonnabend Passanten, Touristen und Fotografen an. Geschah hier doch etwas, das nicht alle Tage passiert: Rund 20 Mitarbeiter der Lübecker Gerüstbaufirma Johann Oldenburg GmbH brachten ein 2.300 Quadratmeter großen Spezialgewebe (PVC-Mesh) rund um das fast 550 Jahre alte Wahrzeichen an.

Fotografiert von Thomas Radbruch druckte die Firma N3 Neelsen Print & Display GmbH das Foto des Holstentores, dessen Datei eine Größe von 30 Gigabyte beträgt, auf die Mesh-Bahnen. Die Spezialmaschine, eine Vutek Druckanlage, druckte knapp 40 Stunden lang, um die äußerst detaillierten Fotos auf die jeweils knapp 20 Meter langen und neun Meter breiten Bahnen zu übertragen. Die Fotobahnen wurden bis zu den Traufen der beiden Türme sowie den beiden Giebeln zwischen den Türmen angebracht.

Möglich wurde die Verhüllung, da es den Beteiligten gelang - in Abstimmung mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz - die Deutsche Bank als Sponsor für die Kosten der Fotoplane und den Druck zu gewinnen.

Bürgermeister Bernd Saxe freute über den privaten Geldgeber: "Ich danke der Deutschen Bank für ihr Engagement, sonst wäre es uns nicht möglich gewesen, die aufwendige Foto-Schutzplane anzubringen. Aus Sicherheitsgründen muss das Holstentor komplett verhüllt werden. Jetzt bleibt das Tor auch in der Umbauzeit für die zahlreichen Touristen wie Einheimische weiterhin sichtbar".

Oliver Bortz, zuständig für die Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank in Lübeck, Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg-Vorpommern, sagte: "Wir wollen, dass die Lübecker und die Besucher der Stadt auch während der Sanierungsarbeiten nicht auf den gewohnten Anblick des Holstentores verzichten müssen. Wir fühlen uns mit der Stadt durch eine fast 150-jährige Tradition sehr verbunden."

Die im April begonnene und rund 500.000 Euro teure Sanierung wird noch einige Monate dauern. Sämtliche Terrakotten werden gereinigt, gesichert oder durch neue ersetzt, die Gotlandgesimse erneuert, das Mauerwerk ausgebessert und Teile der Dächer und Turmeindeckungen repariert. msn

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