Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 09. August 2005

Unterstützung signalisiert

Ministerpräsident Carstensen besuchte Flughafen Lübeck-Blankensee

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Harry Peter Carstensen, Peter Steppe, Bernd Saxe und Uwe Küsel (v. l. n. r.) bei der Begehung des Flughafengeländes. ; Foto: M. S. Niemann

Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Schleswig, den Ausbau des Flughafens auf Antrag des BUND zu stoppen, besuchte vergangenen Mittwoch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) den Flughafen Lübeck. Er bekräftigte seinen Einsatz für den Ausbau und ein zügiges Vorankommen mit dem kommenden Planfeststellungsverfahrens, das auch die naturschutzrechtlichen Probleme berücksichtigen soll. Carstensen beauftragte Staatssekretärin Karin Wiedemann (CDU) mit der Durchführung.

Der Ministerpräsident machte sich in Begleitung von Bügermeister Bernd Saxe, den Lübecker Landtagsabgeordneten Wolfgang Baasch und Thomas Rother (alle SPD), Flughafen-Chef Peter Steppe und Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Küsel einen Eindruck von dem geplanten Ausbau.

"Die Start- und Landebahn, jetzt 1.802 Meter lang, soll um genau 224 Meter verlängert werden", so Peter Steppe. Ab dem Meter 225 finge das Naturschutzgebiet an. Ebenso sei eine Verlängerung des Rollweges geplant.

Carstensen signalisierte Akzeptanz für die Naturschützer, wünschte sich aber gleichzeitig auch Verständnis für die Wichtigkeit des Ausbaus. "Das umstrittene Gelände war früher ein Truppenübungsplatz, wurde erst nach der intensiven Nutzung zum Naturschutzgebiet erklärt. Jetzt soll es nicht mehr genutzt werden dürfen - darin liegt ein Widerspruch", so der Ministerpräsident. Doch jetzt müsse vorwärts gedacht werden, erklärte der Regierungschef, der in dem fast 90-jährigen Bestehen des Flughafens der erste Ministerpräsident war, der dem Airport einen Besuch abstattete. "Die Landesregierung will den Ausbau und die damit zu erwartenden Arbeitsplätze", so Carstensen, der im Anschluss an der Flughafen-Visite Groß Grönaus Bürgermeister Hans-Georg Weißkichel besuchte.

Das Gespräch soll in einer freundlichen Atmosphäre verlaufen sein, Weißkichel stellte Forderungen wie Nachtflugverbot ab 22 Uhr und das Anhören der Probleme der Groß Grönauer Bürger.

Bei allem Hin und Her um den Ausbau des Flughafens, gilt es den neuseeländischen Investor Infratil bei der Stange zu halten. "Wenn in absehbarer Zeit zu erkennen ist, dass es mit dem Ausbau weitergeht, wird Infratil Lübeck nicht fallen lassen", so Bernd Saxe. Auch die Fluggesellschaft Ryanair würde weiterhin zu Lübeck stehen.msn

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