Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 24. Juli 2019

Ausgabe vom 27. September 2005

SPD gegen mutwillige Parkplatzvernichtung

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Autor: Reinhold Hiller

V.i.S.d.P. Peter Reinhardt

Die SPD findet sich mit der von der Lübecker CDU mutwillig und wider besseres Wissen und gegen sämtliche fachliche Bedenken durchgesetzte Entscheidung für den Standort Kanalstraße für den Neubau der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Altstadt nicht ab. Dafür gibt es gute Gründe: Nicht nur weil es dem zuständigen Senator Thorsten Geißler nicht gelungen ist, das Land von einer Rückforderung von Städtebauförderungsmitteln abzuhalten, sondern auch, weil verschiedene Vertreter der Lübecker Wirtschaft unsere Bedenken aufgegriffen haben. Der Vorsitzende des Lübeck Management Alexander Maak hat Recht, wenn er den Standpunkt vertritt, "dass es nicht zumutbar ist, auf der Altstadtinsel ohne zwingenden Grund 100 Parkplätze zu vernichten". "Das gesamte nördliche Quartier und vor allem die große Burgstraße würde erheblich unter einer weiteren Einschränkung leiden", so Maak weiter. Wir teilen die Kritik des Lübeck Managements und halten die bei einem Bau an dieser Stelle wegfallenden Parkplätze für unverzichtbar, weil der innerstädtische Einzelhandel gerade in den Stoß-zeiten, an gut besuchten Samstagen und vor allem in der Weihnachtszeit diese dringend benötigt.

Der Geschäftsführer der Kaufmannschaft zu Lübeck Nikolaus Lange sieht dies ofenkundig nicht anders, wie man der Zuschrift auf einen Bericht in einer Lübecker Internet-Zeitung vom 14. September 2005 entnehmen kann.

Wir fordern die Lübecker CDU auf, die Kritik aus der Lübecker Wirtschaft endlich ernst zu nehmen und sich ihrer Verantwortung gegenüber dem Wirtschaftsstandort Lübeck zu stellen und nicht mutwillig aus persönlicher Verbohrtheit vorhandene Arbeitsplätze zu gefährden und die Schaffung neue zu verhindern. Wir werden deshalb in der Bürgerschaft eine neue Initiative für eine alternative Lösung zum Beispiel am Buniamshof starten. Es bleibt zu hoffen, dass die Lübecker CDU endlich über ihren Schatten springt.

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