Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. April 2019

Ausgabe vom 09. Juni 1998

Drei Pultdächer sind sichtbar

Baubeginn der 8,3-Millionen-Sporthalle im Burgfeld im nächsten Jahr

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Architekt Diethelm Hoffmann mit dem Sporthallen-Modell; Foto: C. Przywara

Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder der Versuch unternommen wurde, den Bau einer neuen Sporthalle im Burgfeld voranzutreiben, wird es nun ernst. Für dieses Jahr sind dafür zunächst 500 000 Mark im Haushalt vorgesehen, für die kommenden drei Jahre 7,82 Millionen. Derzeit laufen die Planungsgespräche zwischen Schulen, Verwaltung, Turn- und Sportbund (TSB). Im April 1999 soll mit dem etwa 18 Monate währenden Bau begonnen werden.

Laut Senatsbeschluß von 1992 wurden Hansehalle, Struckbachhalle, Burgfeld und Buniamshof mittelfristig in das Sporthallen-Entwicklungsprogramm aufgenommen. Hanse- und Struck-
bachhalle sind bereits fertiggestellt, aber für die beiden anderen Projekte stand bislang kein Geld zur Verfügung. Doch bei den Haushaltsverhandlungen für 1998 haben sich nun die Fraktionen dafür ausgesprochen, den damaligen Beschluß weiter umzusetzen. Für 1999 ist der größte Geldbatzen - 4,1 Millionen Mark - eingeplant. Im Jahr 2000 sollen 3,4 Millionen investiert werden und im Jahr darauf noch einmal 320 000 Mark . Damit sind sämtliche anfallende Kosten abgedeckt, Außenanlagen und Geräte inbegriffen.

Aus stadtplanerischen Gründen wird das neue Gebäude teilweise unterirdisch gebaut. "Am Ortseingang von Lübeck soll nicht gleich ein großes Bauwerk stehen", erklärt der Abteilungsleiter Planung des Bereichs Schule und Sport, Friedrich Thorn.

Drei-Felder-Sporthalle

Nur drei Pultdächer werden von der Travemünder Allee aus zu sehen sein. Der Geschwister-Prenski-Schule und der Dorothea Schlözer-Schule steht dann eine Drei-Felder-Sporthalle mit drei Spielflächen in einer Größe von 45 mal 27 Metern zur Verfügung. Die Schüler der Schlözer-Schule benutzen derzeit nur eine kleine Gymnastikhalle.

Der Zugang zu den Umkleidekabinen ist ebenerdig. Um in die Halle zu gelangen, die sich zum größten Teil in der Erde befindet, müssen die Benutzer eine Etage tiefer gehen oder den Behindertenaufzug benutzen. Tageslicht fällt von oben herein.

Nach den Planungen des Kieler Architekturbüros Hoffmann + Krug wird auch eine von insgesamt vier Sanitäreinheiten im Keller untergebracht. Diese soll später die entsprechenden Anlagen des Sportplatzes Gertrudenstraße ersetzen, die sich in einem schlechten Zustand befinden.

"Wenn die neue Halle fertig ist, hat der kostspielige Shuttle-Verkehr ein Ende", sagt Thorn. Bis es soweit ist, müssen die Klassen der Geschwister-Prenski-Schule an zwei Tagen der Woche zum Sportunterricht extra nach Schlutup gefahren werden.

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