Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 11. Oktober 2005

Neues Einkaufszentrum entsteht

Haerder-Center erhält neues Gesicht - Fertigstellung bis Oktober 2007

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Blick aus der Holstenstraße auf den neuen Komplex, der bis Oktober 2007 fertig gestellt sein soll.; Entwurf: Auer + Weber

Der mit 10.000 Euro dotierte 1. Preis des konkurrierenden Gutachterverfahrens für die Gestaltung des Lübecker Haerder-Centers geht an die Architektengemeinschaft Auer + Weber aus München und Stuttgart. Joachim Tenkhoff, Geschäftsführer des Investors Tenkhoff Properties GmbH, Berlin, überreichte den Preis kürzlich in der Remise des Johanneums an Achim Söding und Veith Giesen vom Preisträger Auer + Weber Architekten.

Auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhausgebäudes "Haerder" und den angrenzenden Grundstücken soll nach dem Abbruch der vorhandenen Bebauung bis zum Oktober 2007 ein zeitgemäßes neues Einkaufszentrum mit mehr als 50 Geschäften errichtet werden. Das Berliner Immobilienunternehmen Tenkhoff Properties will rund 50 Millionen Euro in das neue Kaufhaus investieren. Zur Sicherung der architektonischen Qualität ist parallel zum Bebauungsplanverfahren im Juli diesen Jahres das konkurrierende Gutachterverfahren zur Gestaltung des Haerder-Centers ausgeschrieben worden. Zur Teilnahme wurden acht namhafte Architekturbüros eingeladen.

In ihrem Erläuterungsbericht beschreiben die Architekten Auer + Weber ihren Entwurf mit den Worten: "... Das Kaufhaus Haerder ... ist mit seiner fast 150-jährigen Existenz im Bewusstsein der Stadt bereits an sich eine Institution, im weiteren Sinne gilt das Gleiche auch für sein Erscheinungsbild nach der Kriegszerstörung in der Philosophie des Wiederaufbaus der 50er Jahre - ein "schlichtes", klar strukturiertes, ehrliches Zeugnis dieser Zeit mit einer inzwischen immerhin über 50-jährigen Tradition der Nachkriegsmoderne.

Was läge also näher, als mit dem Fassadenentwurf für das neue Haerder-Center, das diese Kaufhaus-Institution inhaltlich übernehmen und fortsetzen soll, an die immanenten Qualitäten des noch existierenden Erscheinungsbildes anzuknüpfen, diese jedoch im Sinne der Gesetzmäßigkeiten des tradierten Lübecker Stadtbildes neu zu definieren? ..." Die Jury befand, dass die Verfasser dieses Ziel mit ihrem Entwurf eines eleganten Baukörpers in Anlehnung an das bestehende Haerder-Kaufhaus erreicht hätten. Es besteche durch seine helle und freundliche Erscheinung, die die weiße Fassadenstruktur im Wechsel mit den gläsernen

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