Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 18. Oktober 2005

Zwei Meilensteine für den Hafen

Rammschlag am Seelandkai und Richtfest für das neue Hafengebäude

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Das neue Hafengebäude soll im August 2006 bezogen werden.; Foto: LHG

Zum ersten Rammschlag am Seelandkai kamen vergangenen Mittwoch Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Bürgermeister Bernd Saxe und Staatssekretärin Karin Wiedemann aus dem Kieler Wirtschaftsministerium drückten bei schönsten Wetter den entscheidenden Knopf.

Innerhalb von sechs Monaten soll der Seelandkai, auf einer rund 20 Hektar großen Fläche der früheren Flenderwerft, zu einem leistungsfähigen Hafen für ConRo-Verkehre ausgebaut werden. Zirka 27 Millionen Euro wird die Maßnahme kosten;Bauherren sind die Hansestadt Lübeck und die Lübecker Hafen-Gesellschaft. Die Inbetriebnahme ist im Frühjahr 2006 geplant.

"Es entsteht hier eine neue Kaianlage, die bis zu hundert Arbeitsplätze sichert beziehungsweise schafft", erklärte Saxe. Der Hafen sei für Lübeck ein wirtschaftlicher Faktor, der zukünftig noch mehr an Bedeutung gewinne. Das Projekt baue die führende Wettbewerbsposition von Europas größtem Fährhafen weiter aus. "Die Hafenwirtschaft ist eine der bedeutendsten Wachstumsbranchen unserer Stadt", so Saxe weiter.

Für LHG-Geschäftsführer Hans Gerd Gieleßen ist eins klar: "Lübeck erweist sich erneut als Hafenstandort, der bereits heute die Anforderungen der Zukunft erfüllt".

Den deutlich und schnell wachsenden Gütermengen im Finnlandverkehr wird durch die zügige Inbetriebnahme des Seelandkais Rechnung getragen. Die LHG reagiert gleichzeitig auf eine für die deutschen Ostseehäfen neuartige Entwicklung der Schifffahrt, rollende Ladung wie Lkw und Trailer im RoRo-Verfahren (roll on roll off) und Container im LoLo-Verfahren (lift on lift off) kombiniert auf einem Schiff zu transportieren und umzuschlagen. Die Reederei Transfennica lässt eigens für diese ConRo-Verkehre neue Schiffe bauen, die zeitgleich mit der Inbetriebnahme des Terminals den Seelandkai im Linienverkehr anlaufen werden.

Für den Ausbau des Seelandkais werden von der Hansestadt und der LHG in der aktuellen Baustufe rund 18,8 Millionen Euro in die Infrastruktur (überwiegend Kaianlagen für drei Schiffsliegeplätze, Flächenbefestigung, Gleisanlagen für den kombinierten Verkehr) sowie 8,5 Millionen Euro in die Suprastruktur (Containerbrücken, Bürogebäude, Gatebereich, Sozialgebäude) investiert.

Neues Hafengebäude

Und es gibt noch mehr Erfreuliches vom Hafen zu berichten:Vergangenen Freitag feierte die LHG das Richtfest ihres neuen Hafengebäudes. Dessen künftige Adresse wird "Zum Hafenplatz 1"sein.

Das 15.000 Quadratmeter große neue Hafenhaus, das Platz für rund 450 Mitarbeiter bietet, soll im August 2006 bezugsfertig sein. Die Investitionssumme beläuft sich auf über 20 Millionen Euro. "Die LHG-Hauptverwaltung mit 60 Mitarbeitern wird im August komplett aus der Innenstadt in ihr neues Domizil ziehen", so Rolf Klein, LHG-Pressesprecher. Doch auch Reedereien, Speditionen, Behörden und andere Hafenfirmen haben sich bereits im Hafenhaus Büro- und Counterflächen angemietet. Größter Einzelmieter wird die Reederei TT-Line sein, die mit ihrer bislang in Hamburg sitzenden Zentrale komplett zum Skandinavienkai umzieht.

Bauherr des LHG-Gebäudes ist die Commerzleasing und Immobilien, ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co Objekt Hafenhaus Lübeck KG. Als Generalmieter fungiert die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG). Generalunternehmer ist die Hochtief Construction AG.

Für das weitere Wachstum des Lübecker Hafen stehen alle Ampeln auf Grün: Im vergangenen Jahr wurden hier 27,5 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. msn

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