Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 06. Dezember 2005

Im Dienst der historischen Mauern

Sparkasse unterstützt die Erhaltung des Marienalters und des Holstentores

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Den ersten Silberbarren zur Rettung des Holstenrores erhielt Bürgermeister Bernd Saxe aus der Hand vom Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Wolfgang Pötschke.

Die Lübecker Sparkasse bietet in der Vorweihnachtszeit besondere Geschenkideen an, mit denen die teurer gewordene Restaurierung des Holstentores finanziert werden soll. Nach den inzwischen schon beliebten Gedenkmedaillen aus Zinn, von denen bereits hunderte gekauft wurden, ist jetzt auch ein Holstentor-Silberbarren in den Filialen der Lübecker Sparkasse erhältlich. Mit dem Verkauf unterstützt die Sparkasse die Spendenaktion "Lübecker retten das Holstentor".

Der glänzende Barren aus 17 Gramm Feinsilber kostet 50 Euro. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 25,56 Euro oder der genaue Gegenwert von 50 Mark, fließt in die Stiftung zur Restaurierung des Lübecker Wahrzeichens. Und da das Holstentor auch den alten "Fünfziger" zierte, wurde eine Kopie des Scheines in die Vorderseite des Barrens geprägt. Das erste Exemplar überreichte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse zu Lübeck Wolfgang Pötschke an Bürgermeister Bernd Saxe. Wie die Gedenkmedaillen wird auch der Silberbarren einzig zur Finanzierung der Arbeiten am Holstentor verkauft. "Es werden maximal 2005 Stück hergestellt. Damit ist so ein Barren nicht nur eine schöne Erinnerung an Lübeck sondern auch eine Art der Wertanlage", so Pötschke. Schließlich ist jeder der 2005 Barren numeriert und damit einzigartig.

Die Silberbarren werden in einem Etui mitsamt Echtheitszertifikat ausgeliefert. Käufer können den Spendenanteil auch steuerlich geltend machen. Auch weiterhin können die edlen Zinnmedaillen zur Rettung des Holstentores bei der Sparkasse für zehn Euro erworben werden. Fünf Euro von jedem Exemplar fließen in die Stiftung.

Eine weitere Spende überreichte Wolfgang Pötschke an Dr. Bernd Schwarze, stellvertretend für die Marienkirche. In der Kirche am Markt soll der Antwerpener Marienaltar von 1518 gereinigt und restauriert werden, der in der "Marientiden-Kapelle" steht. "Seit einigen Jahren bekommen unsere Kunden keine oppulenten Weihnachtsgeschenke mehr von uns. Stattdessen spenden wir in jedem Jahr etwas für die historischen Kirchen der Stadt", so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse zu Lübeck. 7.500 Euro stiftet die Sparkasse der Marienkirche. "Das ist eine solide Anschubfinanzierung, mit der wir die Restaurierung starten können. Allerdings wird das erst bei höheren Temperaturen etwa im März sein", sagte Bernd Schwarze. Die Arbeiten an dem historischen Altar sind dringend nötig, so der Pastor. Einige Teile sind locker und manche Figur wurde bereits gestohlen. Rund 25.000 Euro wird die Restaurierung komplett kosten, zu der die Sparkasse nun den Anschub gab. Damit die Sparkassenkunden auch sehen, wofür ihr Kreditinstitut spendet, wird es Anfang Dezember ein Orgelkonzert nur für sie geben. mab

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