Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 13. Dezember 2005

Bundespräsident als Patenonkel

Lübecker Mutter sieht sich als Familienmanagerin

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Tarek, nun auch Patenkind des Bundespräsidenten Horst Köhler, ist ein ganz liebes Baby. Es ertrug³ gemeinsam mit Mutter Miriam und der gastgebenden Vertreterin der Hansestadt Lübeck Inga Thedens das Fotoshooting vor dem Weihnachtsbaum im Foyer Fotowunsch vor dem Weihnachtsbaum.; Foto: R. Bartsch

"Eigentlich sollten es gar nicht so viele Kinder werden," bestätigte Mutter Miriam Sefian im Kommissaren-Zimmer des Lübecker Rathauses. "Aber es war nun einmal so, dass ich mit ,17' das erste Kind bekam, und nun mit 25 Jahren sind es eben schon sieben!" Diese Zahl "Sieben" setzt regelmäßig die jeweilige Stadtverwaltung in Aktion: Ab dem siebten Kind einer Mutter übernimmt auf Antrag bereits beim siebtem Kind der Bundespräsident die Patenschaft. In Lübeck ist Inga Thedens vom Bürgermeisterbüro für das ganze Vorgeplänkel zuständig, fragt die Familien ab, ob sie das denn auch wollen. Wenn "ja", kommt nach obligatorischem Prozedere Post vom Bundespräsidenten wie in diesem Fall, dass er die Patenschaft übernimmt. Da wird dann eine Urkunde, das Foto des jeweils amtierenden Bundespräsidenten und die noble Geldzuwendung von 500 Euro überreicht. Früher spielte gar die "Würdigkeit" der Mutter eine entscheidende Rolle. Das ist seit langem nicht mehr der Fall. Aber bei der "Großzügigkeit" der Zuwendung scheint das auch kaum angemessen.

Inga Thedens jedenfalls erfüllte ihre Aufgabe sehr liebevoll. Vielleicht auch, weil sie selbst Mutter ist. Wie erfragt wurde, scheint eine weitere Begleitung des Lebensweges dieses 7. Kindes oder der Familie mit dieser Ehrung nicht verbunden zu sein. RB

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