Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 27. Dezember 2005

Neue Zentrale für Dräger

Nach Standortsicherung vergrößert sich Unternehmen

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Dr. Wolfgang Reim, Vorstandsvorsitzender von Dräger Medical (2. v. l.) und Stefan Dräger (re.) erklären Bürgermeister Bernd Saxe (li.). und Dietrich Austermann (2. v. r.) die neue Firmenzentrale anhand von Modellen.; Foto: M. S. Niemann

Als "Symbol für Lübeck und Schleswig-Holstein" betitelte vergangenen Woche Wirtschaftsminister Dietrich Austermann die Firma Dräger Medical, an dessen Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Reim, im Beisein des Vorstandsvorsitzenden der Drägerwerk AG Stefan Dräger, einen Investitionszuschuss von zirka 7,8 Millionen Euro vom Land übergab. Als Mitte 2004 seitens der Drägerwerk AG Überlegungen bekannt wurden, dass der Standort Lübeck der Dräger Medical AG & Co. KG mit gut 1.600 Mitarbeitern auf dem Prüfstand steht, hat die Hansestadt Lübeck zusammen mit der Landesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Erhalt des Standortes an der Moislinger Allee geschnürt.

"Alle Terminvorgaben zum Verfahren und zur Durchführung der Baumaßnahmen konnten nicht nur eingehalten, sondern sogar vorgezogen werden", erläuterte Saxe. So wird das Teilstück der Finkenstraße bereits am 4. Januar 2006, sechs Monate früher als geplant, an Dräger übergeben. Die Entwidmung der Finkenstraße, der Verkauf eines Teils dieser Straße sowie weiterer städtischer Flächen an Dräger gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen, um Dräger Medical den Erhalt und Ausbau seines Standortes an der Moislinger Allee zu ermöglichen.

Damit wurde das vorbereitet und umgesetzt, was zuvor von Stadt, Land und Unternehmen in Verhandlungen am 11. Oktober 2004 verabredet wurde. Mitte Dezember 2004 gab Dräger dann die Entscheidung bekannt, den Standort Lübeck einschließlich der Fertigung zu erhalten. Diese Zusage gilt zunächst für 15 Jahre. Mit der Standortentscheidung entschloss Dräger sich, eine neue Zentrale am östlichen Teil der Finkenstraße zu bauen. Bauher ist CommerzLeasing, eine Tochter der Commerz-Bank. Dräger least die Zentrale für 15 Jahre: "Nach diesem Zeitraum fällt eine Entscheidung zum Erwerb des Gebäudes oder Ende des Leasing-Vertrages", so Stefan Dräger. Das gläserne Gebäude, das ab März 2006 errichtet werden und bis 2007 fertig sein soll, wird drei- und viergeschossig erbaut, 750 Quadratmeter groß, 125 Meter breit und 85 Meter tief.

"Mit der neuen Firmenzentrale setzt Dräger Medical ein eindrucksvolles Zeichen für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Lübeck," so Saxe. "Unser Dank gilt auch den Kleingärtnern und Wassersportlern für ihr kooperatives Handeln", erklärt Saxe.

Seit wenigen Tagen ist auch der umfangreiche Grundstückskaufvertrag mit Dräger abgeschlossen: Die Drägerwerk AG erwirbt insgesamt rund 18.000 Quadratmeter von der Hansestadt Lübeck. Darin enthalten sind das Teilstück der Finkenstraße, der alte Schwarze Weg und Teile der früheren Kleingartenanlage und Flächen der Wassersportvereine.

Die finanziell größten Anstrengungen der Hansestadt Lübeck und die zeitlich engsten Vorgaben zur Standortsicherung betreffen den Straßenausbau: Die geschätzten Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt, den Ausbau des Knotenpunktes Moislinger Allee/Lachswehrallee sowie der Moislinger Allee zwischen Töpferweg und dieser Kreuzung und den zweiten Bauabschnitt bis zum Lindenplatz betragen insgesamt rund 11,5 Millionen Euro. Das Land unterstützt diese Investition durch Fördermittel in Höhe von gut 7,5 Millionen Euro.

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