Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 26. April 2019

Ausgabe vom 09. Juni 1998

Nur blinder Haß auf die Polizei?

Zu "Jugendbündnis durfte sich nicht äußern". SZ vom 12. Mai (unter:Leserbriefe)

Wenn Herr Hurlin die Nichtberücksichtigung von Rednern des Jugendbündnisses bei der DGB-Mai-Veranstaltung auf dem Marktplatz in Lübeck beklagt, bedenkt er nicht, daß der DGB sich nach Abstimmung mit allen Einzelgewerkschaften auf eine Rednerliste mit örtlichen Gewerkschaftsvorsitzenden festgelegt hat.

Es muß unstreitig sein, daß eine traditionsreiche "1. Mai-Kundgebung" in der Verantwortung des Veranstalters, also des DGB liegen muß.

Obwohl Herrn Hurlin noch ein gewisses Verständnis für die ihm vorgebrachte Enttäuschung gezollt werden kann, so ist doch sein späteres Verhalten zu verurteilen.

Wenn Herr Hurlin unumwunden zugibt, daß er schon bei der Ankündigung meines Namens und der Nennung der Gewerkschaft der Polizei mit Trillerpfeifen und Gebrüll reagierte und damit dokumentierte, daß er am Redebeitrag nicht interessiert war und sich demzufolge auch nicht mit den Inhalten auseinandersetzen wollte, muß unterstellt werden, daß die Gruppe um Herrn Hurlin als vorurteilsfreier Gesprächspartner wohl nicht geeignet ist.

Eine Formulierung des Herrn Hurlin ist allerdings unerträglich. Er schreibt, daß die Polizei sich eindeutig auf die Seite der Neonazis gestellt hat. Damit macht er deutlich, daß er nicht in der Lage ist, die rechtlichen Zusammenhänge für das Verhalten der Polizei zur Kenntnis zu nehmen und zu bewerten.

Offensichtlich ist ihm auch nicht bekannt, daß seine

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