Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 15. November 2018

Ausgabe vom 02. Mai 2006

Sanierung der Bushaltestellen

Verkehrssicherer Zustand soll in diesem Jahr hergestellt werden

Nicht erst seit dem Unfall vom 24. April, als sich ein Kantenstein im Bereich der Bushaltestelle am Holstentorplatz löste und von unten in einen Linienbus bohrte, achtet die Hansestadt Lübeck darauf, dass die Bushaltestellen in einem verkehrssicheren Zustand sind. Der Bereich Verkehr entscheidet in regelmäßiger Absprache mit dem Stadtverkehr Lübeck (SL), welche Haltestellen durch die ständigen Belastungen durch die Busse dringend oder nachgeordnet repariert werden müssen. Darüber hinaus werden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht vom Bereich Verkehr regelmäßige Straßenbegehungen und Ortsbesichtigungen der Haltestellen durchgeführt, um Problembereiche zu erkennen und Reparaturen rechtzeitig zu veranlassen.

Die Sanierung von Bushaltestellen wird seit jeher als kontinuierliche Aufgabe im Rahmen der Baulastträgerschaft für die öffentlich gewidmeten Straßen wahrgenommen und durchgeführt. Treten plötzliche Schäden auf, werden diese umgehend gesichert und innerhalb kürzester Zeit in einen verbesserten Zustand versetzt, so dass ein Betrieb des Busverkehrs und ein Anfahren der betroffenen Haltestelle wieder möglich wird. Das haben heute der Fachbereich Planen und Bauen sowie der Bereich Verkehr der Hansestadt Lübeck mitgeteilt.

Die Reparaturen an den Haltestellen umfassten bislang im Wesentlichen die punktuelle Sanierung der Oberflächen von so genannten Busbuchten. Demgegenüber konnten Fahrbahnrandhaltestellen (auch als "Buskaps" bezeichnet) durch die Erneuerung der Fahrbahndecken regelmäßig mit saniert werden.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage und somit immer weniger zur Verfügung stehender Finanzmittel konnten bislang nur in wenigen Fällen so genannte grundhafte Erneuerungen der Busbuchten durchgeführt werden. In Absprache mit dem Stadtverkehr Lübeck (SL) sollen im Jahr 2006 einige vom Busverkehr hoch frequentierte Bushaltestellen dieser umfangreichen Sanierung unterzogen werden.

Dazu werden in einem ersten Schritt die auffälligsten und schlechtesten Stellen der vielfach noch mit historischem Kopfsteinpflaster ausgestatteten Busbuchten entfernt und kurzfristig mit einer Asphaltdeckschicht versehen. Damit kann der Busverkehr die Haltestellen in Teilbereichen weiter verkehrssicher nutzen. Im Anschluss an diese provisorische Reparatur werden, beginnend mit den nicht genutzten Teilen der Haltestellen, die bestehenden Oberbau-Materialien bis in eine für die grundhafte Erneuerung notwenige Tiefe ausgehoben und diese mit einer Frostschutzschicht, einer Betontragschicht und einer Stahlbetondeckschicht versehen. Diese Bauweise ist verhältnismäßig aufwändig, gewährt aber eine lange Haltbarkeit mit einer ebenen Fahrbahn und verhindert Quer- und Längsrinnen beziehungsweise Schlaglöcher, die durch das permanente Abbremsen und Anfahren des schweren Busverkehrs verursacht werden.

Bis zum Jahresende 2006 ist fest geplant, die Haltestellen Holstentorplatz (beide Fahrtrichtungen), IBIS-Hotel (Richtung Bad Schwartau), Roeckstraße (beide Fahrtrichtungen) und Burgfeld (Bussteig 1 und 2) zu sanieren. Geprüft werden darüber hinaus Reparaturen der Haltestellen Fegefeuer und Stadthalle.

Die Maßnahmen werden durch Einsparungen beziehungsweise durch das Verschieben von Maßnahmen nach 2007 finanziert, teilte Bausenator Franz-Peter Boden mit.

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