Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 15. November 2018

Ausgabe vom 02. Mai 2006

Kinder brauchen Platz zum Spielen

Bündnis 90 / Die Grünen

V.i.S.d.P.: Lilo von Holt

Wohnortnahe, gepflegte und kindgerecht ausgestattete Spielplätze sind ein gewichtiges Argument für das Leben in der Stadt. Attraktive Spielmöglichkeiten sind für die Entwicklung unserer Kinder von entscheidender Bedeutung. Konnte früher vor der Haustür und auf der Straße gespielt werden, ist dies heute meistens nur noch auf speziell ausgewiesenen Kinderspielplätzen möglich. Der Bereich Stadtgrün hat im Sommer 2005 mitgeteilt hat, dass auf zirka. 19 Kinderspielplätze verzichtet werden könnte. Dies nahm die GRÜNE Fraktion als Anlass, eine Anfrage in der Bürgerschaftssitzung zu stellen. Wir wollten detailliert wissen, um welche Kinderspielplätze es sich bei diesen zur Umnutzung anstehenden Plätzen im Einzelnen handelt.

In der Antwort vom 19.10.2005 sagte Bausenator Boden zu, dass für die aufzugebenden bzw. einzuschränkenden Kinder- und Ballspielplätze nach § 47f GO ein Beteiligungsverfahren für Kinder und Jugendliche durchzuführen sei. Jetzt sollen die ersten vier Spielplätze verkauft werden, ohne dass ein solches Verfahren durchgeführt wurde. In der letzten Bürgerschaftssitzung wurde die von der Verwaltung erarbeitete Vorlage "Umnutzung von öffentlichen Grünflächen/Kinderspielplätzen" auf die nächste Sitzung vertagt. Der Jugendhilfe-Ausschuss hat bisher über die Vorlage nicht beraten.

Unsere Fraktion lehnt den Verkauf der Spielplätze nicht nur wegen der fehlenden Beteiligung der Kinder und Jugendlichen ab. Die Stadt könnte - sind die Spielplätze verkauft - auf ein Anwachsen der Zahl der Kinder nicht mehr reagieren, denn in gewachsenen Stadtteilen ist es nur schwer möglich, neue Spielflächen auszuweisen. Kinder haben aber ein Recht auf Spielplätze in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld.

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