Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 30. Mai 2006

"Riesenschritte" in Travemünde

1. Spatenstich Priwall-Ferienanlage - Strandbahnhof - Namensgebung "Fährplatz"

Jetzt fehlt nur noch das richtige Wetter, und die Sommersaison kann beginnen! Pünktlich zur Saisoneröffnung erlebte Travemünde in der vergangenen Woche gleich drei Highlights, die die schöne Tochter Lübeck noch attraktiver machen wird.

Spatenstich Feriendorf

Am Dienstag setzten Bürgermeister Bernd Saxe, Bausenator Franz-Peter Boden (beide SPD) Planet-Haus-Geschäftsführer Sven Hollesen und Wilfried Doll (IHB-Gruppe) zum ersten Spatenstich für den Bau der Ferienanlage auf dem Priwall an. Bis April 2007 soll das erste der sechs Dörfer fertig sein, bis Herbst 2007 sollen dann insgesamt drei Dörfer mit 63 der insgesamt 135 geplanten Ferienhäuser entstehen. Ab Oktober diesen Jahres könnten sich erste Feriengäste bereits in die Luxus-Unterkünfte einmieten, erklärte Sven Hollesen. "Bereits in vier Wochen werden die ersten Häuser geliefert", so Hollesen weiter. Planet-Haus investiert rund 40 Millionen Euro in das 71.000 Quadratmeter große Feriendorf. Ein Großteil der Häuser werden im mecklenburgischen Demmin produziert. "Die Montage der Häuser vor Ort sollen Lübecker Bauleute übernehmen", versprach Wilfried Doll von IHB Wismar. Die fertigen Häuser werden von Planet-Haus an Interessenten unter der Bedingung, sie zu vermieten, verkauft. "In diesen Tagen geht Travemünde mit Riesenschritten voran", freute sich Bernd Saxe mit Blick auf den Priwall, den Strandbahnhof und den Fährplatz. "Momentan stehen in Travemünde 3.500 Gästebetten zur Verfügung - eindeutig zu wenig", so Saxe weiter. Mit dem Feriendorf kämen 1.000 Betten auf einen Schlag hinzu. "Das bringt uns einen erheblichen Schritt nach vorn". Es seien noch weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Übernachtungskapazitäten geplant, blickte Saxe in die Zukunft. Denn: "Der Markt ist da". msn

Strandbahnhof

Aus massivem Stein und schwerem Stahl erbaut wurde der Travemünder Strandbahnhof 1912 eingeweiht. Es musste damals schnell gehen, denn der Kaiser wollte das Kurbad an der Ostsee besuchen. In der vergangenen Woche konnte nun zum zweiten Mal Eröffnung gefeiert werden. Nachdem der Bahnhof monatelang liebevoll saniert und erneuert wurde, strahlt er jetzt wieder im alten und in neuem Glanz. Dabei hatte sich diesmal kein Adeliger angesagt. "Nicht der Kaiser hat hier den Druck gemacht, aber ein König - nämlich der König Kunde", sagte Klaus Puschaddel, Aufsichtsratsvorsitzender der Lübeck und Travemünde Tourist-Service GmbH (HLTS). Im frisch sanierten Strandbahnhof ist auch die HLTS mit dem neuen Welcome-Center eingezogen. "Wir haben erkannt, dass attraktive Bahnhöfe elementarer Bestandteil eines schönen Reiseerlebnisses sind", sagte Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Hamburg und Schleswig-Holstein.

"Vor der Sanierung war die Station in einem verwahrlosten Zustand. Das ist nun endgültig vorbei und die Stadt muss noch dafür sorgen, dass das Umfeld entsprechend schön gestaltet wird", sagte Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU), bevor der Bahnhof und das neue Welcome-Center der Lübeck und Travemünde Tourist-Service GmbH eröffnet wurden. Dabei ging Hilde Stringer den Politikern zur Hand. Die rüstige Travemünderin hatte über Jahre hinweg für die Sanierung des Strandbahnhofes gekämpft.

Seit der Eröffnung des Travemünder Strandbahnhofes haben inzwischen viele Besucher das Gebäude bewundert. Vor allem diejenigen, die den Bahnhof vor der Sanierung kannten, sind begeistert und staunen über die feinen Malereien an der Decke, die Wandverkleidungen und nicht zuletzt über das Glasbild über dem Eingangsportal. mb

Namensgebung "Fährplatz"

Mit einem Straßenfest und einer offiziellen Übergabe durch Bürgermeister Bernd Saxe und Bausenator Franz-Peter Boden feierte Travemünde am vergangenen Freitag die Fertigstellung des Umbaus der Vorderreihe und des Fährplatzes. Mit ihr findet eines der umfangreichsten Infrastrukturprojekte in dem Ostsseebad seinen vorläufigen Abschluss, das insgesamt rund 14,9 Millionen Euro kostete. Der Start zu den Umbaumaßnahmen erfolgte 1999. Seither waren die Entsorgungsbetriebe Lübeck und der Bereich Verkehr damit befasst, in den Straßen von Alt-Travemünde mit ihren Leitungs- und Straßenbauarbeiten die Infrastruktur grundlegend zu erneuern und zu verbessern. Von den gesamten Investitionen in Höhe von rund 14,9 Millionen Euro entfallen 9,1 Millionen Euro auf den Straßenbau. Die Kosten für die umfangreiche Umgestaltung des Platzes vor der Priwall-Fähre betrugen rund 2,9 Millionen Euro.

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