Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 04. Juli 2006

Führungen durch die Stadtbibliothek und Ausstellungen

Interessantes vom St. Annen-Museum, Holstentor, Burgkloster und Behnhaus/Drägerhaus zu erfahren

Auch in dieser Woche finden wieder zahlreiche interessante Führungen statt: Die Lübecker Stadtbibliothek, Hundestraße 5-17, bietet am 5. Juli um 17.30 Uhr eine Führung durch die historischen Säle des Hauses an. Diese Führungen finden jeden ersten Mittwoch im Monat statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die historischen Säle der Stadtbibliothek stellen ein einmaliges Ensemble dar: der ehemalige Schlafsaal des Franziskanerklosters ("Scharbausaal"), die alte Sakristei der Katharinenkirche, der 1877 errichtete erste neugotische Neubau ("Mantelssaal") und der Lesesaal im ersten Gesamtneubau von 1926. Weil alle Räume, in die sie sich die Bibliothek seit ihrer Gründung 1616/22 ausgedehnt hat, neben dem Neubau von 1979 noch erhalten sind und in den letzten 15 Jahren mustergültig saniert wurden, ist eine Zeitreise durch die Bibliotheks- und Architekturgeschichte möglich.

Das St. Annen-Museum, St.-Annen-Straße 15, bietet regelmäßig freitags um 16 Uhr Führungen an. Der Schwerpunkt liegt auf der Abteilung für Sakrale Kunst. Die nächste Führung findet am 7. Juli statt, die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das in einem ehemaligen Augustinerinnen-Kloster aus dem frühen 16. Jahrhundert eingerichtete Museum beherbergt Deutschlands bedeutendste Sammlung mittelalterlicher Schnitzaltäre norddeutscher Prägung. Sie wird ergänzt durch sakrale Werke niederländischer Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, herausragend darunter der Passionsaltar von Hans Memling von 1491.

Wer sich für die Geschichte des Burgklosters, Hinter der Burg 2 - 6, interessiert, kann am 8. Juli um 11.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet vier Euro plus zwei Euro für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu Lübeck e. V..

Im Seitenflügel des Burgklosters liegt das Museum für Archäologie, in dem am 8. Juli um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr für die Führung. Zusätzliche Führungen können beim Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck unter der Rufnummer (0451) 122-71 54, per Fax an 122-13 94 oder per E-Mail an archaeologie@luebeck.de vereinbart werden. Im sogenannten Beichthaus des ehemaligen Lübecker Dominikanerklosters sind auf drei Ebenen die Ergebnisse der Lübecker Archäologie zu sehen, durch die die Besucher einen guten Eindruck vom Alltag des mittelalterlichen Lübeckers bekommen. Neben dem Mittelalter, in dem Lübeck als Königin der Hanse auf dem Höhepunkt seiner Macht war, werden dem Besucher aber auch frühere Epochen wie die Stein- oder Bronzezeit präsentiert.

Auch das Museum Holstentor bietet am Sonnabend, 8. Juli, 15 Uhr, eine Führung an. Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das mächtige Holstentor ist das stolze Symbol der Geschichte Lübecks als reichsfreie Stadt und seiner Vormachtstellung im Ostseeraum. In den Geschützkammern befindet sich heute hinter bis zu 3,50 Meter dicken Mauern ein spannendes Museum, das nicht nur von der Geschichte des Tores als Wehrbau erzählt.

Das Museum Behnhaus/Drägerhaus, Königstraße 9 - 11, bietet am Sonntag, 9. Juli, um 16 Uhr eine Führung an. Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das Museum ist ein Ensemble aus zwei miteinander verbundenen Kaufmannshäusern des 18. Jahrhunderts. Das Behnhaus ist das eindrucksvollste Beispiel großbürgerlicher Wohnkultur um 1800 in Norddeutschland und spiegelt den Repräsentationswillen des Lübecker Kaufmanns wider. Das Drägerhaus besitzt die einzige erhaltene Lübecker Festraumfolge des 18. Jahrhunderts und beherbergt heute eine reiche Gemäldesammlung. Zu sehen sind in beiden Häusern Werke des 19. und 20. Jahrhunderts von Overbeck und Caspar David Friedrich, Liebermann und Kuehl, Slevogt und Pechstein.

Im graphischen Kabinett der Kunsthalle St. Annen, St.-Annen-Straße 15, wird erstmals eine Auswahl von Selbstporträts aus der Sammlung Leonie von Rüxleben gezeigt. Die Sammlung der im Jahr 2005 verstorbenen Freifrau wurde 2004 den Lübecker Museen zu Ausstellungs- und Forschungszwecken übertragen. Sie umfasst insgesamt 1400 Graphiken und Plakate, die von Rüxleben zu einer außergewöhnlichen thematischen Sammlung zusammengetragen hat. Das Haus bietet am 9. Juli um 11.30 Uhr eine Führung mit Dr. Thorsten Rodiek an. Die Teilnahme kostet vier, ermäßigt drei Euro.

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