Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 16. Juli 2018

Ausgabe vom 22. August 2006

Führungen in Lübecks Museen: Nicht nur für Touristen

Burgkloster: Bedeutendes Zeugnis norddeutscher Backsteingotik - "Mare": Fotografien weltweit bekannter Künstler

Die Lübecker Museen bieten in der kommenden Woche wieder zahlreichen Führungen durch ihre Häuser und Einrichtungen an. Am Mittwoch, 23. August, um 19 Uhr findet eine abendliche Führung durch das Burgkloster als bedeutendes Zeugnis norddeutscher Backsteingotik sowie durch den Kräutergarten statt. Selbst vielen Lübeckerinnen und Lübeckern ist nicht bewusst, welch bedeutendes Bauwerk sich in ihren Mauern verbirgt: Das ab 1229 erbaute Burgkloster ist - wie die großen Kirchen - ein bedeutendes Zeugnis norddeutscher Backsteingotik, eines Architekturstils, der prägend für den ganzen Ostseeraum geworden ist. Das vom Bettelorden der Dominikaner erbaute Kloster mit seinen farbigen Wandfresken, den bildreichen Kapitellen und Schlusssteinen sowie der Klosterinnenhof mit dem Kräutergarten werden in einer Führung vorgestellt. Das besondere Abendlicht trägt zur Verzauberung und zur Entspannung nach der Hektik des Tages bei. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei bzw. einen Euro plus zwei Euro für die Führung.

Sakrale Kunst

Das St. Annen-Museum, St.-Annen-Straße 15, bietet regelmäßig freitags um 16 Uhr Führungen an. Der Schwerpunkt liegt auf der Abteilung für Sakrale Kunst. Die nächste Führung mit Jutta Meyer zu dem Thema "Marienverehrung in Lübeck" findet am 25. August statt, die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das in einem ehemaligen Augustinerinnen-Kloster aus dem frühen 16. Jahrhundert eingerichtete Museum beherbergt Deutschlands bedeutendste Sammlung mittelalterlicher Schnitzaltäre norddeutscher Prägung. Sie wird ergänzt durch sakrale Werke niederländischer Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, herausragend darunter der Passionsaltar von Hans Memling von 1491. Im Museum befindet sich außerdem eine bedeutende Sammlung liturgischer Gewänder und Geräte des Mittelalters.

Holstentor und Burgkloster

Das Museum Holstentor bietet am Sonnabend, 26. August, 15 Uhr, eine Führung mit Marion Apsitis an. Die Teilnahme kos-tet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das mächtige Holstentor ist das stolze Symbol der Geschichte Lübecks als reichsfreier Stadt und seiner Vormachtstellung im Ostseeraum. In den Geschützkammern befindet sich heute hinter bis zu 3,50 Meter dicken Mauern ein spannendes Museum, das nicht nur von der Geschichte des Tores als Wehrbau erzählt.

Wer sich für die Geschichte des Burgklosters, Hinter der Burg 2-6, interessiert, kann am Sonnabend, 26. August, um 11.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet vier Euro plus zwei Euro für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu Lübeck e. V.. Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein Kloster gewidmet.

Neben dem Burgkloster liegt das Museum für Archäologie, in dem am Sonnabend, 26. August, um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr für die Führung. Zusätzliche Führungen können beim Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck unter der Rufnummer (0451) 122-71 54, per Fax an 122-13 94 oder per E-Mail an archaeologie@luebeck.de vereinbart werden.

Seitz und "Mare"

Das Museum Behnhaus/Drägerhaus, Königstraße 9 - 11, bietet jeden Sonntag eine thematische Führung an. Die Führung am 27. August, 16 Uhr, befasst sich mit der Sonderausstellung "Von Liebe und Schmerz - Dem Bildhauer Gustav Seitz zum 100. Geburtstag". Die Teilnahme kos-tet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt.

Die Overbeck-Gesellschaft, der Kunstverein in Lübeck, bietet während der laufenden Ausstellungen jeweils sonntags um 15 Uhr Führungen im Pavillon, Königstraße 11, Behnhausgarten, an. Die nächste Führung findet letztmalig am 27. August statt. Die Teilnahme kostet 1,50 Euro. Zur Zeit wird die Ausstellung "Mare" - Fotografien aus der Zeitschrift "mare" - Sammlung Nikolaus Gelpke präsentiert. Noch bis zum 27. August sind etwa 60 Fotografien aus Europa und anderen Kontinenten von einigen der weltweit bedeutendsten Fotografinnen und Fotografen zu sehen.

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