Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Januar 2018

Ausgabe vom 22. August 2006

Keine Bürgschaft für die Sand World!

FDP

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

Die Sand World auf dem Priwall ist eine schöne Sache. Da gibt es keinen Zweifel. Doch leider nehmen die Besucherzahlen ab und das Spektakel droht, zu einem finanziellem Verlustgeschäft zu werden. Da bietet der Wirtschaftssenator großzügig an, die Stadt könne doch eine Bürgschaft stellen, damit ein privater Investor eine Absicherung bekäme.

Warum greife ich diesen Vorgang auf? Er zeigt beispielhaft ein typisches Verhalten, dass sowohl in der Verwaltung, aber meist eher in der Politik anzutreffen ist. Wenn etwas nicht läuft, dann soll die Stadt einspringen. Haben diejenigen, die so etwas fordern, immer noch nicht begriffen, dass unsere Hansestadt ganz einfach nicht den finanziellen Spielraum hat, Geld in alles mögliche zu stecken?

Die Sand World braucht ganz sicher keine Anschubfinanzierung mehr. Die Veranstaltung läuft seit mehreren Jahren. Wenn jetzt weniger Besucher dort hinkommen, so würde ein Kaufmann logisch folgern, dass das Angebot uninteressant wird und die Nachfrage sinkt. In einem solchen Fall überlegt er sich etwas, was die Nachfrage stärkt, oder er stellt sein Angebot ein, bevor er damit gegen die Wand fährt. Eine städtische Bürgschaft stärkt sicherlich nicht die Nachfrage, sondern belastet nur den städtischen Haushalt. Denn ohne Erfolg versprechendes Konzept sind Verluste absehbar.

Die FDP-Fraktion spricht sich gegen städtische Finanzspritzen aus, solange deren Erfolg für die Stadt (!) mehr als zweifelhaft ist.

Der städtische Haushalt braucht dringend Entlastung von solchen "Wohltaten". Deshalb wird die FDP-Fraktion immer wieder jede städtische Ausgabe oder Verpflichtung kritisch betrachten und Irrwege öffentlich machen.

Die Sand World darf es gern weiterhin geben - wenn ein Privatinvestor dafür einsteht.

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