Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 17. Oktober 2006

Fischbestand mit Strom aufgespürt

Nach Fischsterben im Mühlenteich 2001 wurden jetzt Barsche und Plötzen gezählt

200 bis 400 Volt werden bei etwa zwei Ampere ins Wasser des Krähenteiches geleitet. Zwischen der Anode, die aus dem Boot der Biologen hängt und einem speziellen Kescher baut sich das Stromfeld im Wasser auf und betäubt die Fische kurz-zeitig. So haben Carsten Burggraf und sein Team es einfach, einen Querschnitt des Fischstandes aus den Teichen zu holen, ohne sie zu schädigen. Im Rahmen des Interreg-Projektes "Seen - Juwelen der Landschaft" sammeln Carsten Burggraf und das Biologenteam möglichst viele Informationen über die Stadtgewässer, damit nach Abschluss des Projektes Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität eingeleitet werden können.

Hans Lüchtenberg hatte die Aufgabe, von einem kleinen Boot aus nach den Fischen der beiden Stadtteiche zu suchen und sie mit dem elektronischen Kescher einzufangen. Doch die ersten Stunden brachten keine guten Ergebnisse für die Wissenschaftler. Lediglich ein paar kleine Flussbarsche im Alter von zwei bis drei Jahren waren ihnen bis zum Mittag ins Netz gegangen. Dabei sind die Voraussetzungen trotz des heißen Sommers gut. "Hier haben wir ein gute Population im Bereich des Plankton", sagt Dr. Barbara Sauter, die die Kleinstlebewesen im Wasser untersuchte. Die winzigen Organismen filtern das Wasser und sind zum Beispiel im Blankensee viel geringer vorhanden, was sich negativ auf die Wasserqualität auswirkt.

In den beiden verbundenen Stadtteichen wird die Qualität bislang recht gut eingeschätzt. Das beweisen auch gute Populationen von Muscheln, Schnecken und Krebsen, die wiederum das Wasser filtern. Die Entgültigen Ergebnisse der Untersuchungen werden im Dezember vorgestellt. "Dann werden wir das Interreg-Projekt gemeinsam mit unseren dänischen Partnern abschließen und der

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de