Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 17. Oktober 2006

Wir brauchen Gemeinsamkeit für die Unikliniken

V.i.S.d.P: Klaus Puschaddel

CDU

Die Lübecker Bürgerschaft hat es in einer einstimmig beschlossenen Resolution am 28.09.2006 anerkannt: Die Finanzsituation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) ist verheerend, in Zukunft müsse es daher zu einer verstärkten Heranführung privaten Kapitals kommen um den Investitionsstau zu beseitigen und das UKSH dauerhaft zu gesunden. Damit ist der Landesregierung das Signal gesendet worden, dass die Hansestadt Lübeck sich nicht in einer Verweigerungshaltung einmauert. Wir sind bereit, über die notwendigen Schritte zur Sanierung des UKSH zu sprechen. Wir werden aber auch in Zukunft nicht bereit dazu sein, einem Verkauf des Lübecker Campus zur Sanierung des Kieler Campus zuzustimmen. Dieser offensichtliche Plan und zudem die Abwertung der Lübecker Stimmenanteile im neuen Universitätsrat beweisen, dass die Landesregierung ihre Zusagen zur Stärkung des medizintechnologischen Standortes in der Region Lübeck nicht einhält. Nun ist die Landesregierung in der Pflicht. Sie muss endlich dazu übergehen, bei ihren Planungen die Hansestadt Lübeck zu beteiligen. Der Vorschlag des Rektors der Lübecker Universität, Prof. Dr. Peter Dominiak, die Lübecker Universität in ein gemeinsames Stiftungsmodell mit der Uniklinik zu überführen, ist eine vorurteilsfreie Prüfung wert. Die Lübecker CDU-Fraktion wird in diesem Prozess weiterhin für die wirtschafts-, hochschul- und gesundheits- politischen Interessen der Region Lübeck kämpfen. Sie fordert die Landesregierung dazu auf, von ihrem einsamen und unabgestimmten Kurs in Richtung eines beide Seiten befriedigenden Dialogs umzusteuern. Der Kampf für den Hochschulstandort Lübeck geht offenbar weiter. Lübecks

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