Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 19. Mai 2019

Ausgabe vom 24. Oktober 2006

Begrüßungsgeld für Auszubildende

Mehr Anträge gestellt - Debatte um "Lust auf Lübeck"

Seit knapp zwei Jahren zahlt die Lübeck ein Begrüßungsgeld in Höhe von 100 Euro an Studenten und Auszubildende, die sich hier mit Hauptwohnung beziehungsweise alleiniger Wohnung anmelden. Der finanzielle Anreiz für die jungen Leute, die zuvor aus Heimatverbundenheit oder vermeintlicher finanzieller Nachteile trotz Umzugs nach Lübeck bei den Eltern gemeldet blieben, stieß bereits im ersten Jahr auf eine gute Resonanz: Im Jahr 2005 haben 488 Studierende und 67 Auszubildende einen Antrag auf Begrüßungsgeld gestellt.

"Ich freue mich", so der fürs Meldewesen zuständige Senator Thorsten Geißler, "dass im laufenden Jahr verstärkt Auszubildende einen Antrag auf Begrüßungsgeld stellen." Mit Stand per 12. Oktober 2006 haben bislang 279 Studierende und 90 Auszubildende einen solchen Antrag gestellt. "Da das Wintersemester 2006/2007 gerade erst begonnen hat, dürften sich zum Jahresende insbesondere noch viele Studierende mit Hauptwohnung in Lübeck anmelden", sagte Geißler.

Bürgermeister Bernd Saxe betont, dass "die Studenten und Auszubildenden Lübecks Wirtschaft nicht nur zusätzliche Kaufkraft bescheren, sondern der Hansestadt selbst auch eine jährliche feste Summe über den Länderfinanzausgleich bringt." Das sind pro Einwohner jährlich Einnahmeverbesserungen von jeweils rund 800 Euro.

In diesem Zusammenhang bedauerte Saxe, dass die CDU-Fraktion das Programm "Lust auf Lübeck" kürzlich in der Bürgerschaft abgelehnt hat. "Dabei hat dieses Programm die gleiche Intention gehabt - Lübecks Einnahmen zu erhöhen."

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