Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 22. Mai 2019

Ausgabe vom 24. Oktober 2006

Führungen durch Jugend-KZ-Ausstellung und mehr

Besucher können sich Zeit zum Erinnern nehmen oder ihr heimlichen Untermieter bestimmen lassen

Die Lübecker Museen der Hansestadt Lübeck bieten in der kommenden Woche wieder Führungen durch ihre interessanten Ausstellungen an. Im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zeit des Erinnerns" die Sonderausstellung "Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben" vom 22. Oktober bis zum 17. Dezember 2006 gezeigt.

Noch nicht gelebt

Bei der Ausstellung zu den Jugendkonzentrationslagern Moringen und Uckermark 1940 bis 1945 wird eingebettet in die "große" Geschichte auf 32 Tafeln das Erleben und Leiden der Mädchen und Jungen in den Jugend-KZ durch Fotos, Dokumente und Texte nachgezeichnet.

Das Haus bietet am Sonntag, 29. Oktober, um 11.30 Uhr eine Führung mit dem Historiker und Leiter der Geschichtswerkstatt Dr. Wolfgang Muth an. Der Eintritt kostet 1,50 Euro, ermäßigt 0,50 Euro.

Wer wohnt bei mir?

Im Museum für Natur und Umwelt ist zur Zeit die Ausstellung "Heimliche Untermieter" zu sehen. Eine Führung durch diese interessante Schau mit Diplom-Biologin Johanna Prinz findet am Sonntag, 29. Oktober, um 11 Uhr statt. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungen bitte an der Kasse erfragen. Nach der etwa einstündigen Führung können mitgebrachte "Untermieter" (bitte im verschlossenen Gefäß!) unter dem Mikroskop angeschaut und bestimmt werden.

Das St. Annen-Museum, St.-Annen-Straße 15, bietet regelmäßig freitags um 16 Uhr Führungen an. Der Schwerpunkt liegt auf der Abteilung für Sakrale Kunst. Die nächste Führung mit Jutta Meyer beschäftigt sich mit dem Thema "Die törichten und klugen Jungfrauen" und findet am 27. Oktober statt. Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt.

Wer sich für die Geschichte des Burgklosters, Hinter der Burg 2 - 6, interessiert, kann am Sonnabend, 28. Oktober, um 11.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet vier Euro plus zwei Euro für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu Lübeck e. V..

Kloster gewidmet

Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein Kloster gewidmet. Erbaut wurde das "Maria-Magdalenen-Kloster", so der eigentliche Name, 1229 auf dem Gelände der 1225/26 geschleiften stadtherrlichen Burg und bis ins 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Es gehört mit Kreuzgang und angrenzenden Klausurräumen zu den Hauptleistungen der Backsteingotik in Norddeutschland.

Neben dem Burgkloster liegt das Museum für Archäologie, in dem am Sonnabend, 28. Oktober, um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr für die Führung.

Auch das Museum Holstentor bietet am Sonnabend, 28. Oktober, 15 Uhr, eine Führung an. Thema dieser Führung mit Regine Ehlers ist "Die Macht des Handels". Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro inklusive Eintritt. Das Museum Behnhaus/Drägerhaus, Königstraße 9 - 11, bietet jeden Sonntag eine thematische Führung an. Die Führung am 29. Oktober, 16 Uhr, mit Jutta Meyer befasst sich mit dem Thema "Das Porträt". Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt vier Euro inklusive Eintritt.

Großbürgerliche Wohnkultur

Das Museum ist ein Ensemble aus zwei miteinander verbundenen Kaufmannshäusern des 18. Jahrhunderts. Das Behnhaus ist das eindrucksvollste Beispiel großbürgerlicher Wohnkultur um 1800 in Norddeutschland und spiegelt den Repräsentationswillen des Lübecker Kaufmanns wider. Das Drägerhaus besitzt die einzige erhaltene Lübecker Festraumfolge des 18. Jahrhunderts und beherbergt heute eine reiche Gemäldesammlung.

Die Overbeck-Gesellschaft, der Kunstverein in Lübeck, bietet während der laufenden Ausstellungen jeweils sonntags um 15 Uhr Führungen im Pavillon, Königstraße 11, Behnhausgarten, an. Die nächste Führung findet am 29. Oktober statt. Die Teilnahme kostet 1,50 Euro. Zur Zeit wird die Ausstellung von Werner Reiterer "Projekte für den öffentlichen Raum" präsentiert.

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