Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. April 2019

Ausgabe vom 20. März 2007

Hab' Sonne im Herzen ...

V.i.S.d.P.: Carl Howe

Bündnis 90 / Die Grünen

Wer baut, hat viel um die Ohren. Über die Solaranlage denkt so mancher Bauherr erst nach, wenn er eingezogen ist und finanziell wieder Luft hat. Hoffentlich hat er dann ein großes Süddach. Der GRÜNE Antrag, die Bauleitplanung in Lübeck energetisch zu optimieren - beispielsweise die Straßen in neuen Siedlungen so anzulegen, dass Süddächer entstehen können - wurde in der Bürgerschaft leider abgelehnt.

Fotovoltaik-Anlagen, die das Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln, sind auf Lübecks Dächern selten. Eine der 116 Lübecker Anlagen (LN, 15.2.07,S.III) steht auf meinem Dach. Die Frage "Lohnt sich das denn finanziell?", die Ihnen jetzt auf der Zunge liegt, kann ich klar beantworten: "Ja!"

Mein Haus ist 70 Jahre alt, hat noch die alten Dachpfannen und ein französisches Süddach. Nicht die besten Voraussetzungen für eine Solaranlage. Meine Anlage hat 14.795 Euro plus Mehrwertsteuer gekostet und ist 22m2 groß. Den Strom verkaufe ich an die Stadtwerke. Im vergangenen Jahr habe ich für 1.494 Euro Strom geerntet. Ziehe ich die Abschreibung (740 Euro) ab, ergibt das eine Rendite von 5,1% - mehr als jede Bundesanleihe.

Die beste Investition waren die 20 Euro, die ich vor (!) dem Bau der Solaranlage für eine Gewerbeanmeldung bezahlt habe. Die gesamte Mehrwertsteuer habe ich nach vier Monaten vom Finanzamt wieder bekommen.

Haben Sie ein Süddach? Holen Sie sich Ihren Kostenvoranschlag für eine Solaranlage beim Lübecker Handwerk. Vom Kostenvoranschlag bis zur ersten Stromeinspeisung hat es bei mir sechs Wochen gedauert. Der Preis für Ihren Strom ist auf 20 Jahre gesetzlich fest geschrieben. Güns-tige Kredite gibt es bei der KfW. Und alle, mit denen ich in der Verwaltung, beim Finanzamt und bei den Stadtwerken zu tun hatte, waren zuvorkommend, freundlich und hilfsbereit.

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