Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 27. März 2007

Ruhe und Grün für die Altstadt

Viele Lübecker beteiligten sich an Perspektivenwerkstatt und nannten ihre Ideen

Drei Dinge hatten am vergangenen Freitag und Sonnabend in der St. Petri-Kirche oberste Priorität: Probleme, Träume und Lösungen. Lübecks Bürger waren aufgefordert, ihre Ideen in der Perspektivenwerkstatt einzubringen, damit die Achse zwischen Schrangen und Klingenberg schöner gestaltet wird.

"Diese Perspektivenwerkstatt ist etwas ganz Neues. Mit ihr soll erreicht werden, Lübeck attraktiv für die Menschen dieser Stadt und die Menschen aus Nah und Fern zu machen", so Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) zur Eröffnung.

Anfangs hängen vor den Planungsrunden leere A3-Blätter auf den Stellwänden, die sich jedoch bald sehr schnell füllen werden. Mit vielen kleinen gelben Notizzetteln - jeder Zettel birgt eine Idee.

Die Bürgerbeteiligung ist bereits die achte, die die Firma JTP Europe GmbH in Deutschland durchführt. "Es sind die unterschiedlichsten Städte, wo wir arbeiten", sagt Firmenchef John Thompson. "Manchmal fragt man sich, ob es überhaupt noch was zu retten gibt, und manchmal hat man das Glück, in einer schönen Stadt wie Lübeck zu arbeiten".

Die Erfahrung zeige, dass die Vorschläge zu 90 Prozent übereinstimmen. "Über die restlichen zehn Prozent wird diskutiert und eine Lösung gefunden", so Thompson.

"Es gibt keinen Plan", offeriert Andreas von Zadow von der Firma Zadow GmbH den Zuhörern fast schelmisch, um die Kreativität der Anwesenden herauszukitzeln. 25 Leute der Perspektivenwerkstadtt, von der Studen-

tin bis zum Landschaftsarchitekten, kümmern sich um die Ideengeber. Was sich herauskristallisiert: Viele Lübecker wünschen sich die Achse Schrangen-Klingenberg verkehrsberuhigt oder ganz als Fußgängerzone, viel Grün soll gepflanzt, Springbrunnen und gemütliche Sitzecken das Verweilen schön machen. Historische Bauten sollen erhalten bleiben, neue Architektur passend eingearbeitet werden. Auf dem Schrangen könnten Konzerte und Fes-

tivals stattfinden. Viele wünschen sich, den Klingenberg so zu gestalten, dass er ein schöner Platz zum Sitzen und Genießen wird, Kinder auf ihm ungefährdet spielen können. Die Wünsche von Lübecks Bevölkerung sind den Wünschen von Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) nicht unähnlich. Auch er wünscht sich mehr Aufenthaltsqualität in der Stadt. "Es fehlen Bäume und Grün. Die Breite Straße könnte verlängert werden und mehr Gastronomie in der Stadt geschaffen werden".

Am Mittwoch, 28. März um 19 Uhr, werden die Ergebnisse der Perspektivenwerkstatt in St. Petri präsentiert. msn

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