Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 27. März 2007

Frühe Prävention ist wichtig

Acht- und Neuntklässler informieren sich über Gefahren von Alkohol & Co.

Alle zwei Jahre findet die Präventionswoche "fit for life" in der Hansestadt statt. Im Jahr 2001 wurde sie zum ersten Mal organisiert und erfreut sich seither wachsender Beliebtheit. Rund 1.500 Schüler aus 70 Haupt, Förderschul- und Gesamtschulklassen haben sich in diesem Jahr angemeldet. "Die Woche vom 21. bis zum 28. März ist Prävention zum Anfassen", so Sozialsenator Wolfgang Halb-edel (CDU) zur Eröffnung. "War es zu Anfang noch schwer, Schulklassen für das Projekt zu gewinnen, so können wir jetzt eine Rekord-Teilnehmerzahl verbuchen".

Wie in den Jahren zuvor können Acht- und Neuntklässler für sechs Tage vieles rund um die Gesundheit, Familie, die (Sucht)Gefahren von Alkohol, Nikotin, Drogen und zu den Themen Liebe, Sexualität und HIV/Aids, Gewalt, körperliche und psychische Gesundheit sowie zum Umgang mit Geld erfahren. "

Es ist extrem wichtig, Schülerinnen und Schüler durch Informationen auf mögliche Gefahren hinzuweisen", erklärt Dr. Olaf Schoening-Peters vom Gesundheitsamt Lübeck.

Warum der Schwerpunkt der Präventionswoche auf den Haupt- und Förderschulen liege, erklärt der Organisator folgendermaßen: "Gerade diese Jugendlichen erfahren oft nicht die nötige Aufklärung. Unser Ziel ist es, beispielsweise Hauptschüler genauso gut auf das Leben vorzubereiten wie Realschüler oder Gymnasiasten. Da Letztere länger zur Schule gehen, haben sie auch mehr Möglichkeiten, wichtige Informationen zu erhalten und sind besser auf das Leben vorbereitet".

Wie wichtig Präventionsarbeit ist, erklärt Dr. Clemens Veltrup von der Fachklinik Holstein: "Laut einer Studie unter 13- bis 15-Jährigen rauchen 16 Prozent, 13 Prozent trinken regelmäßig Alkohol und 17 Prozent haben schon Rausch-(Drogen)Erfahrungen in ihrem Leben gemacht". Zur Vertiefung des in der Ausstellung gesehenen haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich in einem Nebenraum mit einem ausgewählten Thema auseinanderzusetzen.

Im Anschluss an den Besuch der Ausstellung setzen sich die Schüler im Klassenverband in einem Nebenraum nochmals für die Dauer etwa einer Schulstunde mit einem zuvor ausgewählten Thema (Alkohol, Nikotin, Liebe/Sexualität oder Lärm) intensiv auseinander. msn

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