Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 25. November 2017

Ausgabe vom 31. Juli 2007

Brücke zwischen Schule und Arbeitswelt

Bali/BQL erhalten hohe Förderung für richtungsweisendes Projekt

Die Bildungssituation von jungen Menschen in Lübeck soll bereits in den Haupt- und Förderschulen verbessert werden, um einen erfolgreichen Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung nachhaltig zu sichern. Zu diesem Zweck startet die Hansestadt Lübeck mit Hilfe der Landesregierung und der Agentur für Arbeit das aufwendige Handlungskonzept "Schule & Arbeitswelt", das die präventive Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik verstärken soll und die Erwerbslosigkeit Jugendlicher rechtzeitig mit veränderten Bildungskonzepten schon in den Schulen bekämpfen wird.

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave und Arbeitsminister Uwe Döring gaben vergangene Woche in Lübeck den Startschuss. Als einer von 15 koordinierenden Bildungsträgern in Schleswig-Holstein erhielt das Berufsvorbereitungszentrum Lübeck Innenstadt/Jugendaufbauwerk (BALI/JAW) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 932.000 Euro.

Finanziert wird das Projekt in Kooperation mit der "Regionalagentur Nord" der Bundesagentur für Arbeit - ehemals "Landesarbeitsamt" -, die 6.700 Euro der Gesamtkosten von 932.000 Euro übernimmt.

Die Lübecker Partner des BALI/JAW im Projekt sind: Das Jugendaufbauwerk BQL - Berufsausbildungs- und Qualifizierungsagentur Lübeck GmbH, das Jugendaufbauwerk Lübeck-Eichholz/Ahrensburg in der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, Die Handwerkskammer Lübeck sowie die Vorwerker Heime - Diakonische Einrichtungen e. V. (Vorwerker Diakonie VD)

Schülerinnen und Schülern werden während der Schul- oder Berufsschulzeit in den Werkstätten der beteiligten Bildungsträger aber auch in Betrieben der mittelständischen Wirtschaft Möglichkeiten geboten, die berufsspezifischen Anforderungen, die Chancen und die Regeln des Arbeits- und Ausbildungsmarktes schulbegleitend kennen zu lernen. Sie sollen so rechtzeitig wie möglich sowohl anspruchsvolle als auch realistische Berufs- und Lebensperspektiven entwickeln können. Das Handlungskonzept "Schule und Arbeitswelt" umfasst "Handlungsfelder des Übergangsmanagements", "Coaching", verschiedene Kompetenzfeststellungsverfahren, individuelle Berufsfelderprobungen sowie die Erprobung und Durchführung von Qualifizierungsbausteinen.

Das Programm bildet für die beteiligten Schülerinnen und Schüler eine feste Brücke zwischen abgebender Haupt- oder Förderschule und aufnehmender Berufsschule. Die Dokumentation des gesamten Berufsorientierungsprozesses ab der 8. Klasse findet im individuellen Berufswahlpass jeden einzelnen Schülers statt, der zukünftig den Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz beigelegt werden kann. Ergebnisse der verschiedenen Kompetenzfeststellungsverfahren, Berufsfeldtage und Praktika können als Nachweis des persönlichen Engagements in diesen Bewerbungsmappen gesammelt werden.

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