Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 09. Oktober 2007

Lübeck auf UNESCO-Gedenkmünze

Feierliche Übergabe im Audienzsaal - Auflage 330.000 Stück

Im altehrwürdigen Audienzsaal des Lübecker Rathauses stellte Karl Diller, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, die 100-Euro-Goldmünze "UNESCO Welterbe - Hansestadt Lübeck" vor.

Nach Quedlinburg, Bamberg und Weimar ist Lübeck die vierte Stadt, die in der mehrjährigen Goldmünzen-Serie mit Orten des UNESCO-Welterbes in Deutschland verewigt wurde.

"Als Lübeck 1987 als Welterbe ausgezeichnet wurde, war das etwas ganz Besonderes - zum ersten Mal erhielt ein ganzes Ensemble den Titel `Unesco-Welterbe'" so Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) bei der Feierstunde. Das "Ensemble" umfasse rund 1.800 Einheiten in der Alststadt. "Neben den Kirchen und bekannten Gebäuden gehören auch Straßen, Plätze, Gänge und Höfe zum Welterbe", erörtert Saxe weiter. "Als Bundestags-Abgeordneter des Trierer Wahlkreises bin ich natürlich neidisch auf Lübeck. In Trier gibt es nur elf Stätten, die zum UNESCO-Welterbe zählen", erklärt Diller etwas wehmütig lächelnd. Er verweist in seiner Rede auf die lange Münztradition in der Hansestadt sowie auf die Bedeutung des Holstentores, das nun bereits zum zweiten Mal auf einer Münze - nach der Zwei-Euro-Gedenkmünze 2006 - zu sehen ist. "Dies ist vielleicht ein kleiner Trost, dass es mit Einführung des Euro nicht mehr den 50-Mark-Schein gibt...".

Entworfen hat die Gedenkmünze "UNESCO Welterbe - Hansestadt Lübeck" der Berliner und selbstständige Münzpräger Bodo Broschat. Die Bildseite der Münze zeigt die Lübecker Stadtsilhouette mit den Sieben Türmen (Marienkirche, Petrikirche, Jakobikirche, Dom und Aegidienkirche) sowie die feingliedrige städtebauliche Struktur der Bürgerhäuser. Das Holstentor ist in die Ansicht mit eingebunden. Darunter steht "UNESCO Welterbe Hansestadt Lübeck" sowie die Initialen "BB" des Künstlers Bodo Broschat.

Auf der Rückseite sind 13 Sterne als Symbol für die Euro-Länder, ein etwas verfremdeter Bundesadler und der Schriftzug "Bundesrepublik Deutschland, 100 Euro, 2007" sowie die Münzstätte zu sehen.

Die Auflage beträgt 330.000 Stück und wurde zu gleichen Teilen, je 66.000 Stück, in den Münzstätten Berlin (Münzzeichen A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J) in Stempelglanz geprägt. Seit vergangenem Montag, dem 1. Oktober 2007, ist sie im Umlauf.

Die Münze besteht aus Feingold (999,9 Tausendteile), hat einen Durchmesser von 28 Millimetern, wiegt 15,55 Gramm und der Münzrand ist geriffelt. msn

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