Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 15. Januar 2008

IHK-Präses fordert starkes Bündnis

Platzkapazität der Musik- und Kongress-Halle dabei an Grenze gelangt

Der Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck mit seinem tradtionellen Labskausessen fand in diesem Jahr mit fast 1.700 Gästen in der Musik- und Kongresshalle statt.

Professor Dr. Bernd Rohwer, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck nannte in seinen Ausführungen unter anderem - wie sich zeigen sollte - eindrucksvolle "Zahlen": "Erneut zwei Prozent Wirtschaftswachstum, 6.000 neue Arbeitsplätze, zehn Prozent mehr Ausfuhren, zehn Prozent mehr Umschlag im Lübecker Hafen, drei Prozent - in Lübeck sogar fünf Prozent mehr Übernachtungen, Rückgang der Arbeitslosigkeit im Süden unseres Kammerbezirks um über 20 Prozent, auf eine Arbeitslosenquote von nur noch vier Prozent (Kreis Stormarn) - ein für unsere Region wirtschaftlich wahrlich wieder erfolgreiches Jahr liegt hinter uns!" Auf eine Zahl ist er besonders froh und stolz: Die Betriebe im IHK-Bereich haben die Zahl ihrer Ausbildungsplätze 2007 noch einmal um über zehn Prozent erhöht und damit gezeigt, welch großen Stellenwert sie guter Ausbildung und guten beruflichen Perspektiven für die Jugend beimessen, wofür er den Unternehmerinnen und Unternehmern herzlichen Dank aussprach. Seine positive Einstellung: "Warum sollten dem guten Jahr 2007 nicht weitere guten Jahre folgen? Ich denke, trotz mancher Risiken - und die gibt es immer - ein weiteres gutes Jahr mit neuen Chancen liegt vor uns!"

Bernd Jorkisch, Präses der IHK zu Lübeck, warb seinerseits für die Nutzung der Chancen durch den Bau der Brücke über den Fehmarnbelt: "Die feste Fehmarnbelt-Querung ist eine historische Chance für Norddeutschland: Wir können einen neu definierten, international geprägten Wirtschaftsraum schaffen". An die Politiker in Bund und Land richtete Jorkisch seinen Appell zum zügigen Ausbau der Verkehrswege im Norden: "Wir sind die Logistikdrehscheibe, über unsere Häfen sind wir die Anbindung für ganz Deutschland an den Außenhandel. Aber die Hinterlandanbindungen drohen immer mehr zum Flaschenhals zu werden." Eine gute Infrastruktur ist seiner Auffassung nach eine wesentliche Voraussetzung für das Zusammenwachsen der Region.

"Wir zählen zu den Gewinnern, denn uns kommt unsere exponierte geografische Lage als Tor Zentraleuropas zur Ostsee zu Gute", so Jorkisch. "Dass dies so bleibt, muss unser gemeinsames Ziel für die Zukunft sein, denn die deutsche Wirtschaft ist abhängig vom Außenhandel." Doch die Unternehmen seien auch auf Reformen angewiesen. Von den Politikern in Berlin sei aber zurzeit wenig zu erwarten: "Statt den Aufschwung zu kompromisslosen, resoluten Schritten zu nutzen, verheddern wir uns in Zaudern und Angst vorm Wähler." Als Beispiele für den sinkenden Reformeifer nannte der Präses die

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