Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 26. April 2019

Ausgabe vom 29. Januar 2008

SPD für eine Schulpolitik der Vernunft - Elternwillen ernst nehmen

SPD

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

Die Ablehnung der von der Verwaltung vorgeschlagenen Umwandlung der Trave-Realschule in eine Gemeinschaftsschule ist ein herber Rückschlag für die Eltern von Grundschülern. Er stellt die Möglichkeit, auch langfristig in Lübecks Norden Abitur machen zu können in Frage. Bereits jetzt ist auf Grund des neuen Schulgesetzes der Fortbestand des Trave-Gymnasiums akut gefährdet.

Das Verhalten der CDU im letzten Schulausschuss, eine Beratung ihrer Tischvorlage zu verhindern, ist ein Skandal und macht deutlich, dass es hierbei nicht um Fakten und Argumente geht, die nachvollziehbar wären, sondern einerseits um pure Demonstration von Macht, andererseits den verzweifelten Versuch, eine bisher ignorante Haltung gegenüber fehlender Gesamtschulkapazitäten mit einem populistischen, aber unrealistischen Vorschlag zu kaschieren. Die Vorlage für eine Beratung zu vertagen, lehnten sie deshalb ab. Die CDU hat durch dieses Vorgehen eine intensive Beratung im Ausschuss und einer offenen Diskussion mit Lehrern, Eltern und Schülern verhindern wollen. Sie sollte vorsichtiger agieren, Bürgerinnen und Bürger nicht unterschätzen. Wer Ergebnisse von Regionalkonferenzen, zahlreiche Anregungen aller Betroffenen mutwillig ignoriert, spricht für einen Politikstil, den Lübecker Bürgerinnen und Bürger nicht verdient haben und durchschauen werden. Ebenso blendet die Lübecker CDU bei ihren Beschlüssen rechtliche Vorgaben des Schulgesetzes aus. Schleswig-Holsteins Schulen müssen bestimmte Schülerzahlen vorweisen. Andernfalls werden sie aufgelöst. Die Mehrheitsfraktion verschweigt der

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de