Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 25. März 2008

Kinderfreundliches Wohnen in Lübeck

Modell-Wettbewerb soll für die Jüngeren mehr Wohnqualität bringen

"In Lübeck wird vorangedacht" sagte Staatssekretär Ulrich Lorenzen kürzlich bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Wettbewerbes "Wohnen mit Kindern in der Stadt". "Überall wird vom demografischen Wandel gesprochen, dabei dürfen jedoch die Kinder und Jugendlichen nicht vergessen werden", so Lorenzen weiter. Bei dem Wettberb sollen die Bedürfnisse von jungen Mitbürgern beim Bau von Wohnungen und der Gestaltung des Wohnumfeldes besonders berücksichtigt werden. "Damit wird der allgemeine Trend unterstützt, Wohnen in der Stadt attraktiver zu machen. Es muss nicht immer ein Einfamilienhaus im Umland sein", erklärt der Staatssekretär.

Der Wettbewerb hat Modellcharakter. Dass er in Lübeck stattfindet hat Gründe - die Hansestadt schuf frühzeitig wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen (wie die Wohnungsmarktanalyse). Verläuft das Projekt erfolgreich, sollen andere Städte und Investoren ermuntert werden, ebenfalls eigene Konzepte zu entwickeln und zu verwirklichen.

Umgesetzt werden soll es in der Hansestadt auf fünf verschiedenen Standorten: in Kücknitz (Tilsitstraße), St. Lorenz-Süd (Märkische Straße), St. Gertrud (Marliring und Dieselstraße) sowie im Hochschulstadtteil (Grace-Hopper-Straße). Auf ihnen sollen jeweils fünf Teams verschie-dene Aufgaben planerisch umsetzen. Architekten, Landschaftsplaner und Stadtplanungsbüros, die an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbe-werb teilnehmen dürfen, wurden bereits informiert. Sie haben bis zum 16. Juni Zeit, ihre Arbeiten einzureichen. Am 2. Juli werden Innenminister Lothar Hay und Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe die Sieger öffentlich bekanntgeben, eine Ausstellung folgt im September. Es ist ein Preisgeld von 50.000 Euro ausgelobt (10.000 Euro pro Grundstück).

Die ausgewählten Grundstücke mit Größen von 4.000 bis 26.000 Quadratmeter haben unterschiedliche Eigentümer: Die Grundstücks-Gesellschaft Trave, den Lübecker Bauverein, Neue Lübecker und die Unternehmensgruppe Semmelhaack. Die Institutionen sind unisono der Meinung, dass der Wettbewerb wichtig für die Verbesserung der Lebensqualität in Lübeck sei. Sie werden auf ihre Kosten die Sieger-Vorschläge umsetzen. Mit ersten Ergebnissen könne bereits Ende 2009 gerechnet werden.

Die Kosten des Wettbewerbes belaufen inklusive des Gutachtens auf 200.000 bis 250.000 Euro, die das Land übernimmt.

msn

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