Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. September 2019

Ausgabe vom 01. April 2008

Ausnahmezustand in Lübeck

Nazi-Aufmarsch und Gegenkundgebung blieben überwiegend friedlich

Am Sonnabend befand sich Lübeck im Ausnahmezustand: Der angekündigten Demonstration, dem "Gedenkmarsch" so genannter "freier Nationalisten" in St. Lorzenz Süd antworteten rund 2.500 Gegendemonstrierer mit einer großen Kundgebung auf dem Holstentorplatz. Hierzu riefen Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und die Antifa auf. Rund 1.900 Polizisten aus der gesamten Republik waren im Einsatz, die Straßen um Bahnhof und Holstentor waren weiträumig abgesperrt. Auf der Puppenbrücke war zeitweise selbst für Passanten kein Durchkommen.

81 Gegendemonstranten wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen, drei Polizisten wurden verletzt. Eine Sitzblockade von 45 Nazigegnern in der Hansestraße löste die Polizei auf. Insgesamt zeigt sich die Polizei zufrieden: "Das Konzept, mit weit reichenden Absperrungen Übergriffe auf die NPD-Versammlung zu verhindern, ist aufgegangen". msn

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