Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 13. Mai 2008

Giftgas: Das Phantom der Lübecker Bucht?

Bündnis 90 / Die Grünen

V.i.S.d.P.: Bernd Möller, Autor:Karl-Heinz Haase

Gibt es die Giftgasbehälter oder gibt es sie nicht? Hat Lübeck sie versenkt oder nicht? Sind sie die Erfindung von Panikmachern? Muss ein kluger Bürgermeister dagegen halten? Hat er recht damit, dass es "keinen einzigen amtlichen Hinweis" darauf gibt, dass die Versenkung vom Lübecker Senat angeordnet wurde? Hat Innenminister Hay recht, wenn er sagt, dass "Lübeck die Versenkung nachweislich nicht angeordnet hatte." (LN vom 12.04.08)?

Nun, liebe MitbürgerInnen, urteilen Sie bitte selbst. Bei unserer Spurensuche haben wir jetzt ein weiteres Dokument ausgegraben, das den Vorgang der Giftgasversenkung detailgenau beschreibt. Es handelt sich um eine Aktennotiz des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie vom 20.08.1992, wir zitieren im Original:

"Auf Anordnung der Stadt Lübeck wurden mit Zustimmung des Bundesgesundheitsamtes im Jahre 1961 zahlreiche Flaschen mit Gift versenkt. 13 Flaschen Chlorgas (520 Liter); 1 Flasche Stickoxydul(10Liter);

1 Flasche Phosgen (10 Liter). Das BGA hat damals bestätigt, dass ein Durchrosten der Flaschen keine Gefahr bedeutet."

Wie fällt Ihr Urteil aus? Haben die

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