Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 14. Juli 1998

Klare Formensprache

Kütemeier-Plastiken im St. Annen-Museum

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Bronzefigur von 1965, Gesellen Alfred Isler und Detlef Peldszus (v.l.); Foto: Przywara

Wer den Kreuzgang des St. Annen-Museums betritt, wird derzeit mit Werken von Klaus Kütemeier konfrontiert. Der Künstler, der vor vier Jahrzehnten in Lübeck Abitur machte, anschließend bei Gustav Seitz in Hamburg studierte, beeindruckt durch die klare Formensprache seiner Plastiken. Konzentriert auf ein Dutzend Arbeiten, läßt sich Kütemeiers Kunst umso eindrucksvoller aufnehmen:die Vielfalt des Materials, des Ausdrucks, der menschlichen Form.

Mit zwei Ausnahmen sind die Exponate dem weiblichen Wesen gewidmet, etwa den bei aller Schwere des schwarzen Basalts und der dunklen Bronze sensiblen Porträts.

Die strengen Linien der Gewandfiguren aus Kalkstein und Granit haben etwas Archaisches - was in diesen Mauern mit dem mittelalterlichen Interieur gut zur Geltung kommt.

Zwei Reliefs von "La Belle et la Bête" (Die Schöne und das Biest) sind Variationen in Bronze und Kalkstein und lassen der Phantasie des Betrachters weiteren Spielraum.

Die "Stehende weibliche Figur" im Innenhof sowie Skizzen komplettieren die Ausstellung, die bis zum 27. September, jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, zu sehen ist - und wieder einmal zu neuen Erkundungen im reichbestückten St. Annen-Museum einlädt.

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