Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 24. Juni 2008

Standsicherheit der Marienbrücke bestätigt

Lübeck will das Brückenbauwerk dennoch für den Lkw-Durchgangsverkehr sperren

Die ausführlichen statischen Nachweise der Marienbrücke haben ergeben, dass die Standsicherheit der Brücke nie gefährdet war. Dieses wird zwischenzeitlich auch vom Eisenbahnbundesamt (EBA) in einem Schreiben an die DB Netz AG bestätigt. Wie Bausenator Franz-Peter Boden mitteilt, hat das EBA dies der Hansestadt Lübeck noch nicht mitgeteilt. "Damit bestätigt sich die Auffassung der Bauverwaltung, dass die Sperrung auf Veranlassung des EBA übervorsichtig war", so Boden.

Die Sperrung der Marienbrücke sowie die bislang nur für den Pkw-Verkehr erfolgte Freigabe nehmen Bürgermeister Bernd Saxe und Bausenator Boden zum Anlass, den durchgehenden Lkw-Verkehr komplett von der Marienbrücke zu verbannen, um damit eine weitere Verkehrsberuhigung der Innenstadt zu erreichen. Diese Maßnahme war bereits in der Verkehrsentwicklungsplanung des Jahres 1996 vorgesehen, die seinerzeit von der Bürgerschaft zur Kenntnis genommen wurde. Weiterhin hatte die Bürgerschaft beschlossen, den Lkw-Durchgangsverkehr aus der Altstadt heraus zu halten.

Seit Eröffnung der Eric-Warburg-Brücke ist bereits eine deutliche Entlastung der Marienbrücke vom Schwerlastverkehr spürbar. Die vom EBA "verordnete Zwangspause" hat gezeigt, dass der Lkw-Verkehr auch sehr gut von der Nordtangente aufgenommen werden kann. Allerdings soll der notwendige Lieferverkehr für den Einzelhandel der Altstadtinsel weiterhin die Strecke nutzen können. Deswegen wird eine Einschränkung für Lkw-Verkehr ab einer Tonnage von 12 Tonnen vorgesehen.

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