Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 24. Juni 2008

Neuer FDP-Vorschlag in Sachen "Spaßbad Priwall"

FDP

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

Soll auf dem Priwall ein öffentliches, durch die Stadt mitfinanziertes "Spaßbad" entstehen? Während manche das Bad auf der "falschen" Seite Travemündes für eine "Schnapsidee" halten und weiterhin von einem neuen Aqua Top auf "Travemünder Seite" träumen, gehen andere nüchterner an das Thema heran. Schließlich geht es beim Schwimmbad auf dem Priwall nicht mehr um das "Ob", sondern nur noch um das "Wie". Entweder gibt es ein kleineres Privatbad für die Gäste des Feriendorfes oder ein größeres als öffentlich zugängliches Bad. Der städtische Anteil an den einkalkulierten Betriebsverlusten soll maximal 300.000 Euro jährlich betragen, inklusive freier Fährnutzung für Schwimmbadbesucher. Nun ist dieser Betrag kein "Pappenstiel". Andererseits weist der Projektleiter Herr Hollensen immer wieder darauf hin, dass er die Besucherzahlen sehr vorsichtig kalkuliert habe. Tatsächlich könnte der Zuschuss der Stadt also wesentlich niedriger liegen. Bei allem Vertrauen, welches sich Herr Hollensen durch seine bisherige Seriosität redlich verdient hat: Was, wenn das Bad durch öffentliche Besucher doch nicht angenommen wird? Die FDP-Fraktion schlägt zur Vermeidung einer städtischen "Investitionsruine" eine neue Variante vor, die dieses Risiko angemessen mindert und auch auf den Betreiber verteilt: Keine feste (Höchstbetrags-)Beteiligung der Stadt am Betriebsverlust, sondern eine Betei- ligung (bis zum Höchstbetrag von 300.000 Euro), die nicht nur von der Höhe des Betriebsverlustes, sondern auch von der Zahl der verkauften "öffent-lichen" Eintrittskarten abhängt. Folge: Wird das Bad von weniger "öffentlichen" Besuchern genutzt als von Herrn Hollensen erwartet (und von Kritikern befürchtet), müsste die Stadt weniger zahlen.

Autor: Thomas Schalies

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de