Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 01. Juli 2008

Kirchturmspolitik und Kindergartengehabe

FDP

Von den "Gutmenschen" in Lübeck hören wir, dass jedes dritte Kind in einer Familie leben soll, die Leistungen nach dem SGB II oder XII bezieht und somit arm ist. Vernachlässigt wird aber bei den Forderungen in der Bürgerschaft nach Gerechtigkeit, dass die große Mehrheit der Eltern ihre Kinder versorgt und zu eigenverantwortlichen Menschen erzieht - immer häufiger unter Zurückstellung eigener Wünsche.

Kirchturmspolitiker wollen Bundesgesetze verbessern. Sie wollen die Hartz IV-Sätze indirekt anheben - zum Nachteil einer Stadt, die in Sachen Überschuldung in der Hitparade vorne steht. Die Bürgerschaft der Hansestadt ist für diese Anträge der falsche Adressat. In den Anträgen zum vermeintlichen Wohl der armen Kinder wird nicht gesagt, woher das Geld kommen soll. Es kann also nur von anderen Stellen durch Streichungen geholt werden - zu Lasten derer, die letztlich das Geld für die "sozialen Wohltaten" aufbringen müssen. Zum Nachteil der Familien, die aus eigener Kraft über die Runden kommen. Sie schaffen damit neue Ungerechtigkeiten und fördern die "Kindergartenmentalität": "Mutti Staat schmiert morgens die Butterbrote und Papi Staat hält alle fest und sicher an der Hand, damit ja kein Kind eigene Erfahrungen sammeln kann." Die FDP ist gegen Anträge in der Bürgerschaft, die Wunschdenken und Sehnsucht nach einer heilen Welt beinhalten, die selbst die Kirchen nicht für das irdische Leben versprechen. Die Gleichung: "Mehr Sozialausgaben = weniger Armut" hat letztlich zu immer mehr Abhängigkeiten - sprich Unfreiheiten - geführt. Es gilt das Subsidiaritätsprinzip.

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

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