Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 17. Dezember 2017

Ausgabe vom 08. Juli 2008

Spektakulärer Fund

900 Jahre alter Brunnen freigelegt

Lübecks Archäologen haben bei Arbeiten an der Bahntrasse Lübeck-Travemünde einen bedeutenden Fund gemacht: Einen Brunnen aus Eichenspaltbohlen, der aufgrund der bisherigen Funde in das 11.-12. Jahrhundert datiert werden kann. Er passt damit in die letzte slawische Siedlungsphase von Alt Lübeck, in jene Zeit, in welcher der Ringwall als Residenz des in den Chroniken als König bezeichneten Heinrich diente. Die Untersuchungen werden parallel zum Bahngleis in den kommenden Wochen fortgesetzt. Wo Schwartau und Trave sich treffen, wenige Kilometer vor den Toren Lübecks, liegt jener über 900 Jahre alte slawische Burgwall, der einst Stammessitz der Obodriten war. Auf diesem historisch bedeutenden Boden, am Ringwall Alt Lübeck, führt die Bahnlinie Lübeck-Travemünde unmittelbar vorbei. Diese wird um einen weiteren Gleisstrang erweitert. Hierdurch kommt es zu Bodeneingriffen in das Siedlungsgebiet des alten Königssitzes. Um die Spuren der Vergangenheit zu sichern, führt der Bereich Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck seit Mai 2008 eine durch die Deutsche Bahn finanzierte Grabungskampagne in dem gefährdeten Bereich durch.

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