Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 15. Juli 2008

Holstentor-Gemeinschaftsschule kommt

SPD

Das CDU-Diktat, die Holstentor-Realschule gegen den erklärten Willen von Schülern, Eltern und Lehrern in eine Regionalschule umzuwandeln, war schulpolitisch falsch. Die Gering- schätzung der Forderung nach längerem gemeinsamem Lernen, nach mehr Gemeinschaftsschulen war bildungspolitisch kurzsichtig. Sie hat engagierte Lehrer, an besseren Bildungschancen interessierte Schüler so wie fortschrittliche Eltern vor den Kopf geschlagen. Die Politik der Lübecker CDU, die den Bürgerwillen nicht ernst nimmt, eine rückwärts gewandte Schulpolitik durchsetzen wollte, war auch eine Ursache dafür, dass die Wahlbeteiligung bei der Lübecker Kommunalwahl einen historischen Tiefstand erreicht hat. Die Aussagen der neuen schulpolitischen Sprecherin der CDU machen dabei keine Hoffnung für einen politischen Kurswechsel. Die geänderten Mehrheitsverhältnisse in der neuen Bürgerschaft wurden bei den Abstimmungen erstmals deutlich. Die rückwärts gewandte schulpolitische Blockade wurde durch ein breites Reformbündnis von SPD, Bündnis 90/Den Grünen, BfL und Bunt endlich aufgebrochen. Auf Initiative der SPD beschloss die neue Lübecker Bürgerschaft in ihrer Sitzung, unter anderem der Holstentor-Realschule die Möglichkeit zu geben, möglichst bereits zum nächsten, spätestens aber zum darauf folgenden Schuljahr die Möglichkeit zu geben, den Betrieb als Gemeinschaftsschule aufzunehmen. Der gemeinsame Antrag enthält weitere wesentliche Weichenstellungen, diese würden aber den Rahmen hier sprengen. Sprechen Sie uns an. Die SPD wünscht der Holstentor-Realschule viel Erfolg auf ihrem Weg als Gemeinschaftsschule.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

Autor: Ulrich Pluschkell

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