Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 22. Juli 2008

Deponie Ihlenberg: CDU verlangt Aufklärung

CDU

Die von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zu Greifswald veröffentlichte epidemiologische Studie sollte Beschäftigte und Anwohner der Deponie Ihlenberg beruhigen, indem sie ein höheres Krebsrisiko bei den Betroffenen durch die auf der Deponie befindlichen Stoffe ausschließt. Das Gegenteil ist geschehen: Erstens wurde festgestellt, dass eine solche von der Deponie ausgehende Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. Zweitens ist bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deponie eine erheblich, nämlich um 80 Prozent höhere Zahl an Krebserkrankungen festgestellt worden, als dies üblicherweise anhand der Durchschnittszahlen der Bevölkerung der Fall sein sollte. Drittens konnte für eine solche Erhöhung der Krebserkrankungen bei der anwohnenden Bevölkerung zwar kein Hinweis gefunden, sie konnte allerdings auch nicht endgültig ausgeschlossen werden. Die CDU-Fraktion hat in einem Dringlichkeitsantrag zur letzten Bürgerschaftssitzung verlangt, dass der Bürgermeister alle notwendigen Informationen in Erfahrung bringt und der Lübecker Politik im Umweltausschuss zur Verfügung stellt. Hierbei darf es niemandem darum gehen, mit dem Finger auf die Nachbarn zu zeigen; öffentliche Briefwechsel und Verantwortungsschiebereien helfen nicht weiter. Die in unmittelbarer Nähe der Deponie wohnhaften Lübeckerinnen und Lübecker sind um ihre Gesundheit besorgt. Dies gilt vor allem, da in der Vergangenheit jede Gefährdung durch die Stoffe kategorisch ausgeschlossen wurde, auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

V.i.S.d.P: Andreas Zander, Autor: Dr. Burkhart Eymer

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