Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 05. August 2008

Energiekosten sozial gestalten

Die Linke

In den vergangenen Wochen erhielten viele Lübecker eine lapidare Mitteilung, dass die Strompreise zum September um sieben Prozent ansteigen. Die Stadtwerke bezeichnen die Preissteigerung als "moderat" und behaupten, die gestiegenen Kosten nicht vollständig an die Kunden weiterzugeben. Gleichzeitig ist in den Medien zu lesen, dass Strom und Gaspreise in den kommenden Monaten nochmals massiv teurer werden. Das Kartell aus monopolistischen Energiekonzernen mit tausenden Lobbyisten auf allen politischen Ebenen und inkonsequenten, ideenlosen Energiepolitikern der etablierten Parteien, wälzt die Probleme der globalen Energieversorgung unsozial auf die Schwächsten in der Gesellschaft ab. Auf ein globales Problem wird provinziell und kurzfristig profitorientiert reagiert. Den Preis dieser undemokratischen Vernetzung und der zahllosen monopolistischen Absprachen der Energiekonzerne zahlen die Bürger und die kleinen Betriebe. Die Großen sichern sich ihre Rabatte. Die Energieproblematik muss grundlegend und konsequent hinterfragt werden. DIE LINKE verlangt die Rückkehr zur staatlichen Strom- und Gaspreisaufsicht, die im vergangenen Jahr abgeschafft wurde. Dies ist eine politische, eine soziale Aufgabe. Energie, Strom und Heizung dürfen nicht ausschließlich den Gesetzen des Marktes unterworfen sein. Energie ist die Grundlage zum Leben und Arbeiten, der Staat hat für vernünftige Energiepreise zu sorgen. Die für Lübeck angestrebte Zwangsbindung an die teure Fernwärme lehnt DIE LINKE als unausgewogen ab, solange keine Sozialtarife eingeführt werden.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

Autor: Ragnar Lüttke

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