Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 19. August 2008

Travemünde braucht ein Erlebnisbad

FDP

Mit den Stimmen der SPD wurde in der Bürgerschaftssitzung am 17. Juli ein öffentliches Schwimmbad auf dem Priwall abgelehnt. Ein haarsträubendes Argument der Sozialdemokraten war, dass in der Travemünder Region die "Schwimmbad-Dichte" ohnehin schon sehr hoch sei. Motto: Ein öffentliches Bad in Travemünde ist völlig überflüssig. Jetzt rudert die SPD im Schlingerkurs zurück und behauptet, nach Gesprächen mit einem potentiellen Investor würde es in Travemünde am Standort des Aqua-Top ein Hotel mit einem öffentlichen Bad geben. Für die FDP-Fraktion sind die Aussagen der SPD widersprüchlich und wurden offensichtlich mit der heißen Nadel gestrickt. Erst wird ein öffentliches Schwimmbad in Travemünde auf Kosten der Standort-Attraktivität grundsätzlich abgelehnt und drei Wochen später wieder befürwortet. Zudem weisen die Liberalen darauf hin, dass die FDP-Fraktion in ihrem Bürgerschaftsantrag ein Schwimmbad auf dem Priwall befürwortet, das für Travemünder Bürger und die Gäste eine echte Alternative bei schlechtem Wetter darstellt. Mit einem größeren Planschbecken neben einer Hotelanlage landet Travemünde nicht gerade den großen Wurf. Ein fehlendes öffentliches Bad schwächt den Tourismus-Standort Travemünde im harten Wettbewerb mit anderen Ostseebädern auch in Mecklenburg-Vorpommern. "Gerade die Sozialdemokraten haben die Chance auf ein bezahlbares Erlebnisbad in Travemünde kläglich vertan", kritisiert FDP-Fraktionsvize Wilhelm Melchers abschließend.

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

Autor: Wilhelm Melchers

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