Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. April 2019

Ausgabe vom 14. Juli 1998

Drahtlose Technik für die Bürgerschaft

Zur geplanten neuen Beschallungsanlage für den Bürgerschaftssaal

Die Verständigungsschwierigkeiten bei Bürgerschaftssitzungen beruhen natürlich nicht nur auf elektroakustischen Mißverhältnissen - das ist klar. Nicht in Abrede zu stellen ist auch, daß die Anlage im Saal veraltet ist. Aber: Gibt es denn keine Fachleute in den Bereichen, die das realistische Preis-/Leistungsverhältnis der notwendigen Neuinstallation kalkulieren können beziehungsweise wissen, wie man bei unserer Haushaltslage mit den Geldmitteln umgehen muß? Der OK-Techniker lag mit seiner Schätzung schon in der verantwortbaren Größenordnung (5000 bis 10 000 Mark), aber wer hört schon auf Sachkundige? Profil erarbeiten, hört sich auch schon besser an, als teure Gutachten (wie sonst üblich). Digital muß natürlich sein (Zeit-trend), aber sekundengenauer Zugriff auf die vielen Worthülsen?

Steckdosen und neuer Teppichboden können entfallen, wenn drahtlose Technik zum Einsatz kommt. Entweder LPC (low power communication) auf 433 Mhz (lizenzfrei) oder Infrarotübertragung. Sitzungen verlagern, ist dabei nicht nötig, die Umbauaktion läßt sich zeitlich so planen, daß die "hochgeistige Konzentration" der Bürgerschaftsmitglieder nicht beeinträchtigt wird. Wer welche Kompetenzen bei "Eilentscheidungen" hat, kann ich nicht beurteilen. Sicher ist aber, daß derartige Geldverschwendung von Bürgern nicht verstanden wird. Also: Machen, was vernünftig und bezahlbar ist.

Walter Ruck, Lübeck

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